Eine Frage, die mich immer und immer wieder erreicht, ist womit, also – mit welchen Programmen, Stiften & Co. ich eigentlich arbeite, bzw. was ich denn damals so hatte, als ich angefangen habe. Nun jaaaaa… als ich angefange habe… das war 2005. Eeeeek. Steinzeit, Na gut, nicht ganz.

Aber es gibt heute so vieles, was es damals noch nicht gab. Was aber gleich bleibt, ist der Ausgangspunkt. Denn für gewöhnlich fangen wir alle an mit Stiften und Wasserfarben. Später rüsten wir auf zu Dingen wie Copics (wie Filzstifte, nur sieht man bei ihnen diese Striche nicht, weil sie auf Alkoholbasis funktionieren) und Aquarellfarben.

Von Copics habe ich tatsächlich das allererste Mal im Studium selbst gehört und habe damit mein erstes Kinderbuch im Illustrationsunterricht koloriert. Zum Glück war gerade Weihnachten und ich wurde aus allen Richtungen mit diesen Stiften beschenkt 😉

Das war also mein Start. Aber noch ohne Kundenaufträge. Dier ersten kamen dann ja während des Studiums rein und gerade in Deutschland wurde im Kinderbereich damals noch eher etwas konservativer illustriert. Also es sollte „wie von Hand” gemacht aussehen, während aus den USA z.B. schon die vektorbasierten Kinderbücher rüber schwappten. Das hat sich mittlerweile zum Glück etwas geändert und man traut sich auch hier etwas mehr.

Aber da machen wir mal einen kurzen Abstecher zur Recherche. Je nach Markt und Zeit musst du gucken, was gerade in dem Markt in dem DU tätig bist oder tätig sein möchtest, gefragt ist. Oder was kurz davor ist, gefragt zu sein.

Jedenfalls dachte ich mir, ich versuche mich an Gouache. Das habe ich dann auch. Und die ersten Kinderbücher für den Tessloff Verlag entstanden genau so. Und sind interessanterweise noch heute am Markt erhältlich.

Du musst aber wissen, ich bin kein Pinsel-Typ. Das ich meine Nägel sauber lackiert bekomme, ist schon eine Stress-Situation für mich. Ich kippe alles um, was mir in den Weg kommt. Also auch Wasser- und Farbtöpfe (z.B. in meiner Kunst-LK Aufnahmeprüfung: komplettes Tintenfass über die Prüfungsaufgabe)… egal.

Worauf ich hinaus will: Ich wollte digital zeichnen.

Photoshop sollte es möglich machen. Als Student bekommt man da bei Adobe (LINK) ja netterweise vergünstigte Konditionen. Also wurde da nicht lange gefackelt. Ich kaufte außerdem ein kleines Bamboo Zeichen-Tablet. Fragt mich nicht welches, denn ich hatte es nur wenige Tage. Das ging gar nicht. Nicht, weil es ein Bamboo war, sondern weil ich zu doof war auf dem Tablet zu zeichnen und am Bildschirm zu gucken. Das sah aus wie von meiner fünfjährigen Tochter. Oder eher wie von meiner dreijährigen.

Also wurde gegoogelt (wie immer) und ich stieß auf das Wacom Cintiq. Und das Ding sollte mein Zeichnen verändern. Es sei kurz angemerkt, dass ich kein Affiliate-Partner oder so bin. Es ist aber nunmal wirklich toll.

Viele fragen mich, welche Größe sie kaufen sollen. Der Preis ist ja recht knackig. Es muss nicht gleich das größte Tablet sein. Ich habe zum Einstieg mit dem 13” gearbeitet und es hat wunderbar geklappt. Ich habe es fünf Jahre lang genutzt. Dann habe ich um 24” aufgerüstet. Das gibt es heute nicht mehr. Der Vorteil am Cintiq ist wirklich, dass es wie ein zweiter Bildschirm funktioniert. Ich verbinde es mit meinen Computer, ziehe mir das Photoshop-Fenster (oder welches Programm du auch nutzt) auf mein Cintiq und kann direkt darauf zeichnen. Das war wirklich wie: Eingestöpselt, loslegen, läuft. Wie auf Papier.

Wer das Geld hat, dem kann ich es sehr empfehlen.

Natürlich ist es kein Gerät, dass man mal eben unter den Arm klemmt. Aber als feste Station finde ich es auch heute noch unschlagbar.
Dafür gibt es Geräte (von denen ich aktuell noch keins besitze), wie das Wacom Companion (eigenständiger PC), das iPad (Tablet, es funktionieren also „nur” Apps zum Zeichnen oder das Surface Pro 4 (Tablet PC). Ich werde mir in Kürze Letzteres zulegen. Einfach weil ich so auch mal abends auf dem Sofa oder unterwegs was zeichnen kann. UND ich kann dabei trotzdem mein geliebtes Photoshop nutzen. Wenn du willst, kann ich gerne mal berichten. Obwohl, eigentlich hat Virginia Romo es HIER schon so wunderbar zusammengefasst.

Und wenn du gerade am Anfang stehst, dann werden vermutlich Dinge wie die Tablet-Wahl eher die einfacheren sein. Denn du weißt ja, da ist noch ein bisschen mehr zu tun als bunte Bilder zu illustrieren. Das ganze Unternehmerische, das bringe ich dir gerne in meinem 8-wöchigen Onlinekurs bei. Die Türen sind nur diese Woche geöffnet. Bis Freitag um 23 Uhr. Danach schließen sie sich wieder für ein ganzes Jahr.

Aktuell habe ich noch einen Bonus laufen. Wer sich bis morgen – Mittwoch, 23 Uhr – anmeldet, bekommt einen Bonus im Mitgliederbereich dazu: Ein Video darüber, wie du (von Kundenaufträgen mal abgesehen) noch Einkommen als Illustrator generieren kannst.
Magst du mehr darüber erfahren? Dann schau mal hier auf meiner Info-Seite des Kurses “Erfolgreich Illustrator werden” nach.