Von der Scannerin zur Expertin zum USP – Ikigai Methode

Eine etwas andere Folge ist das heute. Ich nehme dich mit in mein Gedankenchaos worüber ich in dieser Folge sprechen soll, wie ich zu dem Thema kam und welche Erleuchtungen ich auch selbst auf diesem Weg hatte. Let’s doooo this.

Mit der Ikigai Methode deine Online Business Idee finden

Diese Folge hat mich viel Mühe gekostet. Und ich weiß nicht einmal warum. Irgendwie hat mich nicht eine einzige Idee so gefangen, dass ich dachte „Cool, darüber werde ich eine Folge machen.”

Ich habe hin und her überlegt. Soll es das Thema launchen werden? Launchen mit einer kleinen E-Mail Liste? Würde gut an die Folge von letzter Woche anschließen. Aber das Thema launchen wollten wir eigentlich in einer der nächsten Folgen aufgreifen. Aus strategischen Gründen. Hehe.

Aber was dann? Die Folge wollte ich schon am Wochenende (vom Skript her) fertig haben. Aber nix war. Dann kamen kränkelnde Kinder dazwischen, am Sonntag hatte ich Lagerkoller und musste raus in den Wald… 😉 Prioritäten setzen und so.

Ich war jedenfalls nicht wirklich im Flow und dachte mir dann halt… „Okay, die Idee wird mich schon noch finden. Warten wir mal ab. Eilt ja nicht so mega arg.”

Aber nichts ist passiert. Es streiften mich immer nur so lala Themen und gingen dann auch wieder.

Gestern war dann Gruppencoaching mit unseren tollen Durchstarterinnen. Ich liebe es mit ihnen gemeinsam die Herausforderungen zu meistern.

Dort und auch in unserem Workshop „Starte und skaliere ein Online Business” (falls du es dir noch nicht angesehen hast, schau vorbei auf byjohannafritz.de/webinar) kam die Frage auf nach dem Thema Zeitmanagement und zu viele Interessen haben, um sich für eine entscheiden bzw. um es alles in unsere 24 Stunden am Tag packen zu können.

Das ist übrigens ein Thema, dass mir innerhalb der Community und bei Followern immer wieder begegnet. Unser Fokus Freebie ist mit eines der Beliebtesten. Aus vermutlich genau diesen Gründen. Es ist ein so nachvollziehbares Thema.

Womit soll ich mich selbstständig machen?

Ich glaube aber dieses „viele Interessen”, ist eine Standard-Eigenschaft von Unternehmern. Wenn wir nicht neugierig wären, würden wir dann überhaupt auf die Idee kommen ein eigenes Business aufzubauen? Würden wir uns für all die Themen interessieren können, die mit dem Aufbau eines eigenen Unternehmens einhergehen? In den meisten Fällen starten wir ja nun mal alleine und machen entsprechend auch alles selber. Vom Marketing über Grafik, Buchhaltung, Produkterstellung und was weiß ich nicht alles.

Zu wenig Zeit und oft auch nicht wissen, womit man eigentlich gründen soll, also, für welchen Bereich man sich so begeistern kann, dass man darum herum, ein ganzes Unternehmen stricken möchte, sind oft Themen, die viele gerade zum Start haben. Wir brennen einfach für sehr viele Themen. Wie soll man sich da entscheiden?

Wo ansetzen? Zu wenig Zeit für zu viele Dinge… 

Und nein, die Folge hier wird nicht nur um Zeitmanagement gehen. Ich will dich aber an all den Gedanken teilhaben lassen, die mich so bei der Ideenfindung streiften.

Zeitmanagement: Es geht darum, uns selbst zu managen

Jedenfalls: oftmals geht es gar nicht darum die Zeit zu managen, sondern darum, uns selbst zu managen. Wir müssen uns Zeit schaffen für die wirklich wichtigen Dinge. Die sind aber nun mal für gewöhnlich nicht dringend. Und deswegen machen wir sie nicht und verschieben sie auf unserer To Do Liste von Woche zu Woche.

Mal abgesehen von diesem Fakt, kommt auch noch dazu, dass wir vielleicht gar nicht wissen, warum wir uns dafür eigentlich Zeit nehmen sollten. Wir wissen vielleicht noch gar nicht, was das eigene Unternehmen mal werden soll. Was unsere wirkliche Leidenschaft ist. Was unser Ziel ist. Um das herauszufinden, müssten wir uns aber eben wieder Zeit nehmen. Ein Teufelskreis.

Was mich zu einer Methode bringt, die mich im Moment ständig überall anspringt. Kennst du vielleicht… plötzlich kommen bestimmte Themen aus den unterschiedlichsten Richtungen auf dich zu geflogen.

Hole dir unser Freebie für mehr Fokus in deinem Business

Die Ikigai Methode

So war (oder ist) es bei mir mit der Ikigai Methode. Wir haben neulich erst selbst dieses Modell mit den drei Kreisen gepostet, um herauszufinden aus welcher deiner Ideen du ein Business machen solltest.

Bei der Ikigai Methode, die aus Japan kommt, sind es vier Kreise.

  1. Was kannst du gut?
  2. Was liebst du? Und bereitet dir Freude?
  3. Was braucht die Welt?
  4. Wofür wirst du bezahlt?

Hier ist der Kreis „Was braucht die Welt” noch ergänzt. Was ich spannend finde. Denn hier geht einher mit deiner Leidenschaft und Mission.

Wichtig ist, das alle Bereiche nur in Kombination als Ganzes funktionieren.

Sprich, wenn du etwas gut kannst und das kombinierst mit dem, was du liebst, hast du immer noch keinen Blumentopf gewonnen. Du hast kein Business, sondern ein Hobby. Denn du wirst dafür nicht bezahlt. Hier hast du erst einmal nur deine Passion gefunden.

Nur wenn alle vier Punkte ineinander greifen, hast du das gefunden, was du die ganze Zeit suchst.

Hier gilt wie immer, dass sich das verändern darf im Laufe der Zeit. Denn du wirst dich verändern. Und mit dir deine Interessen. Das ist normal. Also glaube nicht daran, dass du jetzt DIE Entscheidung fürs Leben treffen musst. Es wird dich nur bremsen.

Aber nimm dir die Zeit, um dein Ikigai herauszufinden.

Wo hast du die besten Ideen für dein Business?

Na ja, das zu dem Punkt. Aber irgendwie hatte mich das immer noch nicht SO überzeugt, als dass ich da eine ganze Folge draus machen wollte. Das ist mir nicht geekig genug. Haha.

Also bin ich gestern, mal wieder durch die Weinberge. Das ist einfach der Ort, an dem ich am ehesten auf Ideen komme. Für gewöhnlich höre ich dabei einen Podcast oder ein Hörbuch. Es fällt immer irgendwann ein Satz, der mich zum Stoppen bringt, damit ich mir die Notiz App öffne, um den Gedanken festzuhalten.

Hast du auch so etwas? Eine Art Ritual, durch das du gehst, damit die Ideen kommen? Manch einer fährt ne Runde Auto, weil dort die Gedanken fließen, andere meditieren täglich oder bekommen die Ideen ganz klassisch unter der Dusche… bei mir sind es die Weinberge.

Jeder sollte für sich herausfinden, bei welcher Tätigkeit die Ideen immer fließen und sich dafür Zeit im Kalender eintragen. Ich habe mir fest vorgenommen, im Alltag nach Corona diese Pausen aktiv einzubauen. Sie sind wichtig. Das gehört zu den wichtigen, aber nicht dringen Aufgaben. Das ist das, was dein Unternehmen vorwärtsbringen wird.

Jedenfalls latsch ich so durch die Abendsonne in Flip Flops und mit Kopfhörern Richtung Weinberge, um auf neue Ideen für diese Folge zu bekommen. Was mit Marketing und Funnels sollte es werden. Also hör ich mir den Podcast „Marketing Secrets” von Russell Brunson an. Wenn jemand Funnel und Online Marketing kann, dann wohl er.

Was ist deine Zone auf Genius?

Die erste Folge war seine Antwort auf eine Frage aus seiner Community. Er war gerade vierzig geworden und die Frage war, was er seinem 30-jährigen Ich mit dem heutigen Wissen sagen würde.

Und worüber spricht er? Nicht über Funnels oder Strategien, sondern um den Kern seines Business. Seine Leidenschaft. Seine Zone of Genius. Das, was ihn und das Unternehmen ausmacht.

Alter! Kann das denn sein? Soll diese Folge hier wirklich darum gehen, wenn ich sogar beim Master of Funnels diese Thematik höre?

Scheinbar ja.

Jedenfalls gab es von ihm keine präzise in einem Satz Antwort auf diese Frage. Viel mehr eine Geschichte. Storytelling, Ladies.

Er hat seine Unternehmensreise mit dem Eltern sein verglichen, was ich sehr lustig fand. So von wegen, da ist dieser eine kleine Teil, der die ganze Reise und den ganzen Quatsch drum herum wert ist, damit du es tust. Beim Eltern sein ist es vielleicht der Moment wenn das Kind auf die Welt kommt oder eine Umarmung. Neben all den Momenten wie schlaflose Nächte, Geschrei oder wenn sie einem im Teenager Alter einfach nur doof finden.

Im Unternehmen sind das all die Dinge, die zwar sein müssen, auf die du aber auch verzichten könntest.

Während ich mir das so anhöre, überlege ich selber, auf was ich eigentlich sehr gut verzichten kann.

Welche Aufgaben kannst du abgeben?

Da ist die Buchhaltung, Grafiken erstellen, mir nen Kopf um die einzelnen Social Media Posts im Detail machen, Worksheets layouten, Facebook Ads schalten.

Und was macht mir Spaß? Worin bin ich gut?

Die Strategien entwickeln. Den Funnel. Wo kommen die Follower her und wie führen wir sie von A nach B, damit sie am Ende zu Kunden werden? Damit wir sie richtig beim eigenen Business Aufbau unterstützen können.

Das „Knoten im Kopf haben” und Wege entwirren. Das Testen und optimieren.

Ich mag Marketing. Ich mag E-Mail Marketing und die damit verbundenen Sales Funnels. Ich mag es Prozesse zu erstellen.

Ich meine, ich wusste das schon vorher, aber als ich so da lang lief war es ein „Ja. Absolut.”

Dieses ganze überlegen, testen, usw. dieses Knoten im Kopf haben, ist das, was mir damals als Illustrator gegen Ende komplett gefehlt hat. Ich meine, ich hatte sogar das Verhandeln der Verträge an meine damalige wunderbare Agentin abgegeben. Ich hab einfach „nur” noch gemalt. Und das soll nicht wertend gegenüber Illustratoren sein. Es war nur für mich der Zeitpunkt gekommen, an dem ich mehr wollte. Etwas anderes wollte.

Auch interessant: Während meines Kommunikationsdesignstudiums back in 2004-06 wollte ich nie, nie, nie in die Werbung gehen. Viele sind danach in eine klassische Werbeagentur gegangen. Aber den ganzen Tag layouten oder Werbetexte ausdenken und das auch noch nach der Nase vom Chef? Ich wäre eingegangen. Und jetzt bin ich doch in gewisser Weise selber im Marketing unterwegs.

Das Leben ist schon wundersam.

Deine Zone of Genius finden

Wenn du nicht mehr, wie bei dem Beispiel mit der Ikigai Methode, am Anfang, sondern schon mittendrin im Online Business bist, aber dir über deine Zone of Genius noch nicht ganz klar bist, weil du einfach alles machst: Versuch es mal rückwärts gedacht wie beim outsourcen, also Arbeit abgeben.

Wann immer ich etwas tue auf das ich Null Bock oder einfach nicht die Expertise habe oder es auch einfach etwas ist, was ganz klar nicht ich als, ja, Inhaberin und Gründerin, machen sollte (wie jede einzelne Grafik erstellen oder Buchhaltung machen), dann schreibe ich mir das auf. Damit ich dann weiß, welche Bereiche im Unternehmen ich als Nächstes abgeben kann oder sollte. Damit ich weiß, was ich dann in die Stellenausschreibung mit reinnehme.

Was am Ende übrig bleibt (mal abgesehen von den wichtigen und nicht dringenden Angelegenheiten) ist wohl das, was sich deine Zone of Genius nennt. Das, wofür du später mal ordentlich Geld verlangen kannst. Das, worin du dich so lange weiterbilden solltest, bist du die Weltbeste bist. Die Expertin am Markt.

Wenn du so willst, wird es dein USP.

Was ist, wenn ich eine Scanner Persönlichkeit habe?

Aber dafür musst du echt reinbuttern. Und ich weiß, ganz viele kommen mir jetzt wieder mit Scanner Persönlichkeit und was weiß ich. Ganz ehrlich, wenn ich wollte, könnte ich mich auch so bezeichnen. Da hab ich aber keine Lust drauf, weil das schon wieder so ein Modewort ist, dass sich, sorry, nach Ausrede anhört. Auch, wenn es tatsächlich Fakt ist, das man da einen Hang zu hat.

Hab ich auch.

Leute. Ich hab auch zigtausend Interessen.

Ich wäre auch noch gerne Musical-Darstellerin, Tänzerin, Sängerin, Astronautin, Regisseur, Café-Inhaber, Hotel-Besitzer, Schlagzeuger und Börsenhändler geworden. Mach ich dann im nächsten Leben.

Aber aus genau diesem Grund, diesen vielen Interessen, macht mir der Unternehmensaufbau so viel Spaß. Es sind, egal in welcher Nische, zig verschiedene Dinge zu tun und zu lernen. Du bist am Start eine Person in vermutlich zehn unterschiedlichen Abteilungen. Das ist perfekt für Menschen mit vielen Interessen.

Und ja, mir wird auch langweilig, wenn etwas dann mal läuft. Aber da gilt es dann sich die Teile rauszusuchen, in denen man noch besser werden und noch mehr lernen kann. Du kannst es dir immer spannend gestalten, damit es eben nicht langweilig wird.

 

Deine Online Business Idee darf sich verändern

Und nur, weil ich jetzt sage, dass Online Marketing oder Funnel Strategie absolut meins ist, kann ich dir nicht versprechen, ob ich in zehn Jahren nicht doch ins Filmbusiness wechsle. Oder so viel Kohle habe, dass ich in Filme als Produzent investiere… oder ein fahrendes Eismobil besitze!?!

Es stehen doch alle Möglichkeiten offen. Und wo, wenn nicht in deinem eigenen Unternehmen, hast du die Möglichkeit es dir fortlaufend spannend zu gestalten?

So oder so ist eins Fakt. Wenn du was reißen willst, werde die Expertin auf deinem Gebiet. Teste die ganze Thematik an deinem eigenen Unternehmen. Teste es bei anderen, gerne auch for free. Und dann nimm die Ergebnisse und geh raus und veränder die Welt.

Wie Russell Brunson in einer weiteren Folge sagte:

Es gibt zwei Stages im Online Business

  1. Wie baue ich etwas auf, dass mir die Miete zahlt und gleichzeitig Spaß macht?
    > In dem Fall lernst du vorrangig für dein eigenes Business.
  2. Wie werde ich besser, um andere besser zu machen?
    > Hier passiert die Magie. Wenn du raus hast, wie der Hase läuft und noch besser werden willst, um andere besser zu machen. Wenn es nicht mehr nur um dich geht, sondern um andere.

Ich begebe mich dann mal noch tiefer in die Welten des Online Marketings und der Sales Funnel. Challenge accepted ihr Lieben. Wait for it.

Wenn dir die Folge gefallen hat, gilt wie immer: Sharing is Caring. Mach doch fix einen Screenshot von dieser Folge, poste sie in deiner Story und tagge uns. Wenn du etwas zurückgeben magst, dann gerne so. Oder mit einer lieben Bewertung auf iTunes. Danke dir schon jetzt dafür.

Links zur Folge „Vom Scanner zur Online Business Expertin“

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