Preisfindung: Wie du den Preis für deinen Onlinekurs festlegst

Oh ja, die ewige Preisfrage. Die Gedanken ploppen schon auf, noch bevor das Konzept für den Onlinekurs steht, richtig? Ich könnte hier jetzt lang und breit darauf eingehen, welche Rolle dein Mindset dabei spielt. Denn passt das Mindset nicht, wirst du dich immer unter Wert verkaufen. Trotzdem weiß man dann aber irgendwie immer noch nicht so richtig, welchen Preis man jetzt eigentlich nehmen soll, stimmt’s? Obwohl das Money Mindset also ein unfassbar wichtiges Thema ist, mit dem du dich auch unbedingt mal auseinandersetzen solltest, (dafür habe ich bald einen tollen Podcast Gast für dich am Start) wollen wir mal richtig in die Preisfindung eintauchen und uns anschauen, welche Preismodelle es gibt und wie du das richtige für dich findest.

Ready? Dann starten wir jetzt mit dieser Podcastfolge.

Der richtige Preis für deinen Onlinekurs

Bevor wir starten: Es gibt kein richtig und kein falsch. Finde den Preis, bei dem du dich wirklich wohlfühlst. Setze ihn nicht niedriger an, nur weil du bei anderen siehst, dass sie das so machen. Wie oft habe ich schon gehört:

„In meiner Branche bezahlen die Kunden aber nicht so viel.”

Und siehe da, als sie das Experiment dann mal gewagt hatten, ging es doch. Denn du und deine Angebote sind es wert.

Es gilt: Am Ende musst DU mit deinem Preis selbstbewusst rausgehen können. Wenn sich der Preis, den du gerne hättest, zu hoch anfühlt, überlege dir, wie du dein Angebot so schnüren kannst, dass du selbstbewusst mit diesem Preis rausgehen kannst. Denn das ist wichtig.

Gut, so viel vorweg.

Ich möchte ich dir einmal eine Grafik zeigen, die ganz gut klarmacht, wie sich Preise staffeln können.

Wie viele Kunden brauche ich für mein Umsatzziel - Rechenbeispiel Johanna Fritz

Du siehst hier deutlich, dass es mit jedem Preis möglich ist, auf 10.000 Euro zu kommen. Mit dem einen Modell zu 500 € brauchst du am Ende aber 20 Kunden während du mit einem höherpreisigen Modell von 2000 € nur 5 Kunden brauchst. 

Ich finde, sich das mal vor Augen zu halten, hilft ungemein in der Überlegung „Welches Geschäftsmodell möchte ich?” und „Wie baue ich meine Produkte logisch aufeinander auf?”

Preismodelle bei Onlinekursen und Memberships

Legen wir zunächst mal mit den verschiedenen Zahlungsmodellen los. Kurz vorab: Wir nutzen für die Zahlung, Rechnungserstellung und die Erstellung unserer Onlinekurse elopage (Werbung). Die Preismodelle, die wir gleich durchgehen werden, sind auch alle damit umsetzbar.

Und da es gerade so gut passt: wenn du noch nicht bei unserer Onlinekurs-Challenge angemeldet bist, dann solltest du das genau jetzt tun!

 

elopage schenkt dir als Teilnehmer:in ein Startguthaben im Wert von 199 Euro!!

Einmalzahlung bei Onlinekursen

Der Name sagt schon alles, oder? Deine Kunden zahlen den Gesamtpreis und erhalten erst nach erfolgreicher Zahlung Zugang zu deinem Onlinekurs.

Ratenzahlung bei Onlinekursen 

Eine beliebte Variante ist auch, deinen Kunden die Möglichkeit zu geben, den Kurs auf mehrere Raten zu kaufen. Zum Beispiel 3-Raten, die monatlich abgebucht werden.

Wichtig an dieser Stelle: Die Raten sollten nicht länger als die Kursdauer gehen, da sonst das Risiko besteht, dass die Zahlung nicht fortgeführt wird. Das heißt, wenn du einen Kurs mit 3-monatiger Begleitung anbietest, sollten auch die Raten nicht länger als über 3 Monate gehen. So besteht auch weiterhin die Notwendigkeit für deine Kunden zu bezahlen, um den restlichen Kurs zu konsumieren.

So ticken wir als Mensch scheinbar.

Das Gute: Bei Tools wie zum Beispiel elopage (Werbung) wird der Zugang bei nicht erfolgter Zahlung automatisch gesperrt und es geht eine Nachricht an deine/n Kunden/in raus, dass der Zugang gesperrt wurde (wir lieben Automationen).

1-Euro Trial für Onlinekurse und Memberships

Gerade bei deinem ersten Launch ist das eine super Möglichkeit um möglichst viele Menschen von deinem Angebot zu überzeugen. Denn der Einstiegspreis ist gering, sie können alles einmal Testen und reinschauen. Wie ist das Ganze aufgebaut? Ist das das richtige für mich?

  1. Haben sie mit der Eingabe ihrer Zahlungsdaten schon ihr erstes Commitment abgegeben.
  2. Du kannst sie mit den Inhalten überzeugen zu bleiben, weil es beim Launch eigentlich ein No-Brainer Angebot ist, insofern das Angebot stimmt.
    Zum Beispiel könntest du in der Test-Woche nach dem Launch etwas krasses als Willkommen anbieten, Boni, Interviews, Challenges, Live Q&As oder was auch immer es bei dir nachher passendes sein könnte.

Oder… um sie dann über den 1-Euro-Wochen-Zeitraum bei dir zu halten: Gib eine Ausschau darauf, was die kommende an grandiosen Dingen erwartet.

Nach Ablauf der Testphase ziehst du entweder die Zahlung automatisch ein oder du wählst den Weg, dass nach dem Zeitraum der Zugang gesperrt wird und sie aktiv noch einmal bestellen müssen. Beide Wege solltest du aber unbedingt vorher transparent kommunizieren.

Monatliche Abo Zahlungen bei Memberships

Das kennst du ja sicher von Netflix, Amazon Prime, HelloFresh, Audible und co. Jeden Monat wird ein Betrag X eingezogen, um weiterhin Zugang zu den Inhalten zu haben. Im Bestfall wir das Geld automatisch bei deinen Kunden eingezogen und sie müssen nicht jeden Monat die Zahlung erneut auslösen.

Angebote mit einer halbjährigen Zahlung bei Memberships

Du könntest aber auch anbieten, dass sie zum Beispiel schon ein halbes Jahr im Voraus bezahlen und sich damit X € oder einen Monat sparen. Deine Kunden erhalten damit die Mitgliedschaft vergünstigt, auf der anderen Seite verpflichten sie sich damit auch ein halbes Jahr bei dir zu bleiben. Was nice ist. Denn klar ist: Die größte Herausforderung einer Membership ist nicht nur das Kunden gewinnen (das haben wir überall), sondern auch das Kunden halten. Denn wenn sie gehen, gehen auch die Zahlungen.
Gleichzeitig sei aber auch gesagt: es ist ganz normal, dass Kunden monatlich rausgehen. Das wirst du nie ganz vermeiden können.

Eintrittspreis plus monatlicher Zahlung bei Memberships

Manche Membership Betreiber nehmen vorab eine Art „Eintrittspreis” von ein paar Hundert Euro zum Beispiel und dann im Anschluss eine normale monatliche Zahlung.

Der Grund? Auf diese Weise bekommst du „qualifizierte” Teilnehmer rein und siebst die, die „einfach nur mal zu einem niedrigen Preis gucken wollen” aus.

Ich würde mit diesem Modell nicht unbedingt starten, weil du am Anfang du erst einmal eine kritische Masse an Anmeldungen dabei haben möchtest, damit auch ein Austausch stattfindet (sofern dies gewollt ist).

Aber, am Ende gilt: deine Membership (wenn sie einen Community Anteil hat), lebt von der Qualität der Mitglieder. Und ein Eintrittspreis kann ihr seinen Beitrag tun.

So far so good. Wir haben unterschiedliche Preis-Modelle. Wie findest du jetzt DEINEN Preis?

So findest du deinen Preis

Ich möchte dir die ganze Preisfindungsfrage anhand von drei meiner eigenen Beispiele erklären. Denn je nach Preis ziehst du auch unterschiedliche Menschen an.

Wichtig – ganz, ganz wichtig: Du bestimmst den Preis! Niemand sonst.

Online Durchstarten Live Launch

Die erste Runde, im Sommer 2018, von “Online Durchstarten” habe ich live gehalten. Das heißt, es stand nur der leere Kurs, das Konzept und der Bezahlen-Button.
Woche für Woche gab es dann die Inhalte live mit anschließender Q&A. Die erste Runde war eine Beta-Runde und hatte noch viel weniger Module als die zweite Version. Da es Beta und weniger Inhalt war, hatten wir es zu einem sehr günstigen Preis angeboten haben. Es sollte ein No-Brainer Angebot werden. Knapp 1000 € waren es damals.

Du kannst in der ersten Runde definitiv einen niedrigeren Preis festlegen, weil sich durch die Mitglieder der Kurs auch verändert und du ihn durch ihr Feedback anpassen kannst. Trotz allem ist es auch beim Einstieg schon wichtig, dass du deine Lieblingskunden anziehst. Warum verrate ich dir im nächsten Punkt.

29 € Membership

Als ich damals meinen Membership Bereich eröffnet habe, habe ich die Mitgliedschaft als Einstiegspreis von 29 € angeboten. Damit habe ich viele Menschen angezogen, ja. Aber auch solche, die teilweise gar nicht meinem Lieblingskunden entsprochen haben, sondern die durch den günstigen Preis angezogen wurden. Um ehrlich zu sein: ich hatte damals nicht genug Zeit in die Vorarbeit gesteckt, um zu wissen, mit wem ich eigentlich täglich im Austausch sein wollten. Auch die Erfahrung, dass der Preis einen Einfluss darauf haben kann, wie viel gemeckert wird, hatte ich damals noch nicht.

So traurig es ist: Wenn gemeckert wird, sind es immer diejenigen gewesen, die all die Arbeit, all das Wissen, die Community… all den Mehrwert nicht gesehen und schon gar nicht geschätzt haben.

Obwohl wir unheimlich viel Mehrwert in dem Mitgliederbereich angeboten haben (heute weiß ich, das war zu viel), gab es Mitglieder, die gemeckert haben und nicht zufrieden waren.

Mit der Preiserhöhung auf 49 € im Monat sah das schon gleich ganz anders aus.

Aus dem damaligen Erlebnis habe ich SO viel gelernt. Du glaubst es nicht. Lernen und erkennen, was du willst und was nicht, mit wem du arbeiten magst und mit wem nicht, kommt immer nur vom Tun.

Was sagt der Preis über das Produkt aus?

Preise sprechen ihre ganz eigene Sprache. Wir haben das einfach in uns verankert, dass wir höherpreisigen Produkten auch einen höheren Wert und Qualität zu sprechen, als etwas günstigem. Und das, obwohl wir wissen, dass das gar nicht immer zutrifft. 

Du kannst als Hochzeitsplanerin die Scheunen-Hochzeiten für einige Hundert Euro planen oder die Hochzeiten auf dem Schloss für zig Tausende.

Wahrscheinlich kannst du sogar beim Scheunenfeten Hochzeiten fürs knappe Budget planen oder Scheunenfeten, die mega schick sind. Allein in diesem einen Bereich liegt eine sehr große Spannbreite. Am Ende entscheidest du. Aber an diesem Beispiel wird dir klar, wie unfassbar wichtig es ist, sich da mal Gedanken drüber zu machen.

Der Preis muss natürlich mit der Qualität des Ergebnis übereinstimmen. Aber er bestimmt auch immer, wen du anziehst. 

Ganz einfaches Beispiel zum Thema Geld und unsere Gedanken. Ich habe mich, damals noch in Berlin wohnend mit Dönerbuden an jeder Ecke dabei beobachtet, wie die eine Bude den Döner für damals 4,10 € anbot und daneben eine Bude für 1,90 €.

Ich (!) würde sofort den Döner für 4,10 € holen. Weil ich glaube, dass das 1,90 € Döner einfach kein gutes Fleisch sein kann.

So ticke ich. Andere rennen dem 1,90 € Budenbesitzer die Bude ein. Beide Geschäfte laufen. Du entscheidest, welches Modell du wählst. 

Welchen Effekt hat der Preis bei deinen Kunden?

Kommen wir damit noch zu einem weiteren mega wichtigen Punkt.

Fakt ist: Wir setzen eher um, wenn wir dafür richtig Geld bezahlt haben. So viel, dass es fast schon wehtut. Denn dann wollen wir auch unbedingt, dass es sich auszahlt. Und du weißt selbst, nur vom Kaufen hat sich in deinem Business noch nichts getan, außer dass du eine große Ausgabe hattest. Es geht um die Umsetzung und ins Tun zu kommen – immer. 

Frage dich mal selbst. Wie viele kostenlose Freebies hast du dir schon gesichert und welches davon hast du wirklich aktiv umgesetzt? Viele werden immer noch einfach in deinem Download Ordner liegen. Denn dafür hast du ja nichts bezahlt, es macht also auch nichts, wenn du nicht umsetzt. 

Was ist das Ziel, deines Produkts? Womit sollen deine Kunden rausgehen? 

Preisfindung: Probiere dich aus!

Am Ende kann ich dir nur sagen: Teste! Probiere aus! Niemand wird dir eine Zahl nennen können.

Fang niedrig an und geh dann mit jedem Launch höher, wenn du dich dabei wohler fühlst. Denn das ist das Stichwort: Wohlfühlen. Es bringt dir rein gar nichts, wenn ich dir sage, verlange für deinen Kurs 497 €, wenn du damit Bauchschmerzen hast. So wirst du nie authentisch den Preis sagen können, wenn es darum geht dein Angebot zu pitchen. Da werden die Schultern hochgezogen und du duckst dich, murmelst ganz leise 497 €, weil du nicht dazu stehst. Anders würde es vielleicht sein, wenn du 345 € dafür verlangst und dann da stehst und sagen kannst: Das ist ein hammer Angebot, du bekommst die und die Boni etc. Das ist mein Preis. Selbstbewusstes Auftreten zieht Kunden an.

Wenn du nicht von deinem Produkt und den damit verbundenen Preis überzeugt bist: wieso sollten deine Kunden es sein?

Und noch ein Tipp zu Schluss:

Wenn du für deinen Kurs eine bestimmte Summe verlangen willst, sagen wir 500 € und es fühlt sich noch nicht rund an, dann überlege dir, wie du den Wert des Kurses so erhöhst, dass du es für dich vertreten kannst. Zum Beispiel durch einen Live-Anteil. Denn hier steckt wieder deine Zeit und intensive Betreuung drin. Damit könntest du zum Beispiel zweimal im Monat noch eine Live Q&A mit anbieten.

Verlasse dich auf dein Bauchgefühl! 

Links zur Folge „Der richtige Preis für deinen Onlinekurs“

PIN MICH
Preisfindung: Wie du den Preis für deinen Onlinekurs festlegst

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Johanna Fritz

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