Wie sollte so eine Portfolio Mappe aussehen?

In der Theorie: wie sie dir gefällt. Aber eben nur in der Theorie. In der Praxis solltest du noch auf ein paar andere Punkte achten. Deshalb kommen heute sechs Tipps mit denen deine Portfolio-Mappe mit Sicherheit auf den Buchmessen und bei potenziellen Kunden punkten kann.

Die Mappe sollte vorallem also…

von guter Qualität sein. Denn du wirst sie auf Messen mitnehmen, zu Kundengesprächen, eventuell zu Stammtischen um dich mit Kollegen auszutauschen. Deshalb lieber einmal richtig investieren, als dass sie nach dem ersten Ausflug zerfleddert.

Folien haben, die du austauschen, ergänzen oder herausnehmen kannst. So läufst du nicht Gefahr, dass viel zu viel oder viel zu wenig Platz vorhanden ist. Und: es sieht immer gut aus, weil sie eben ausgetauscht werden können.
Eine lose Blattsammlung ist wohl eher nicht zu empfehlen. Kreatives Chaos hin oder her… aber nicht unbedingt beim Kunden, den man beeindrucken möchte.

mindestens A4 Größe haben. Du kannst natürlich auch größer gehen. Ich sehe auch viele A3-Formate. Vorteil von A4: Nicht nur die Größe, auch das Gewicht ist geringer. Wenn du planst, sie auf Messen mitzunehmen, dann schont das kleinere Format deine Schulter.

Die Frage ist nur, ob deine Illustrationen dazu passen? Wenn du z.B. Wimmelbilder machst, kann es auch sinnvoll sein, deine Werke ein bisschen größer zu zeigen, weil die Lektorin sonst kaum Details erkennen kann. Oder aber, du zoomst eine Ecke an und druckst sie in A4 aus. Als Alternative um bei A4 zu bleiben.

Digital oder analog?

Ist Geschmackssache. Wirklich. Beides geht heute. Wenn man sich auf der Frankfurter Buchmesse umschaut, ist wirklich beides vorhanden.

Die digitale Mappe (also im Normalfall ein PDF auf Tablets) ist auch bei Verlagen, die das Papier ja so gern mögen, akzeptiert. Ich habe erst letztes Jahr einige der Lektorinnen dort gefragt und es macht wohl wirklich keinen Unterschied. Hauptsache, die Illustrationen sind toll und passen.

Was soll rein? Und wie?

Auf jeden Fall kein wilder Mischmasch. Zu allererst musst du dir darüber im Klaren sein, wem du eigentlich deine Mappe zeigen möchtest. Sprich, in welchem Markt du dich und deine Illustrationen siehst.

Eine Mappe für den Kinderbuch-Markt sieht völlig anders aus, als wenn du dich im Bereich Verpackungsdesign bewirbst. Ein Vermischen der Bereiche innerhalb der Mappe kann den Betrachter verwirren. Auch Schul- und Kinderbuch sind zwei Paar verschiedene Schuhe. Nur als Tipp, weil auch ich den Fehler auf meiner ersten Frankfurter Buchmesse gemacht habe, die Mappe zu mischen. Es wäre sinnvoller gewesen zwei einzelne anzulegen.

Recherchiere also vorab genau, was deine angepeilte Zielgruppe sehen möchte und wie du dich in diesem Segment hervorheben kannst.

Bei der Anzahl würde ich zwanzig Seiten nicht überschreiten. Danach fängt der Gegenüber an müde zu werden. Kennt man ja von sich selber. Zu viel ist eine Reizüberflutung und am Ende kann sich dein Kunde nicht mehr an den ersten Teil erinnern, weil es so viel war. Wie so oft gilt hier Qualität vor Quantität.

Wie sieht deine Mappe aus? Digital? Analog? Riesengroß oder klitzeklein? Hast du Tipps, die du den anderen Lesern mitgeben möchtest?

P.S. Lust dich mit anderen Illustratoren auszutauschen? Dann schau auch mal in unserer Facebook-Gruppe „Erfolgreich. Illustrator“ vorbei. Eine tolle Community mit vielen Startern – aber auch alten Hasen – die sich unterstützen wo es nur geht. Versuche in deinem öffentlichen Profil irgendwas mit Illustration zu zeigen oder schicke mir vorab eine PN, da wir die Profile alle vor Einlass checken.

Tipps für die Portfolio-Mappe