Liest überhaupt noch jemand Newsletter und nerve ich damit nicht meine Kunden?

Steigen wir heute direkt mal mit einer Frage aus der Community ein: 

Liest überhaupt noch jemand Newsletter und nerve ich nicht damit?

Was für eine gute (und weit verbreitete) Frage. 

In der heutigen Podcast-Folge geht es daher um:  

  • 3 Tipps, wie du einen Newsletter mit Mehrwert gestaltest, der nicht nervt
  • 2 Branchen-Beispiele, wie du deinen Newsletter aufbereiten kannst
  • Unsere Insights

Dein Newsletter ist ein Marketing-Kanal

Am Ende ist es nicht nur ein Newsletter, sondern vor allem ein Marketing-Kanal. Ein Kanal, wie es auch dein Instagram Account, deine Facebook Seite und LinkedIn ist.

Die Frage ist nur, wie du ihn nutzt, was du in deinen Newsletter schreibst und welchen Mehrwert du bietest.

Davon hängt am Ende ab, ob dein Newsletter geöffnet und gelesen wird und ob du deine Leser nervst oder nicht.

3 Tipps, wie du einen Newsletter mit Mehrwert gestaltest – der nicht nervt!

 

Persönliche Ansprache

Es geht auch bei deinem Newsletter nicht um dich. Aber (!) um deine Geschichte, immer mit einer Message, die Mehrwert liefert und dem Leser zu einem AHA verhilft. 

Was dabei wichtig ist? Dass du die E-Mails schreibst, als würdest du deine Leser persönlich kennen.

Damit meine ich gar nicht, dass du überall immer den Namen der Leser in die Mails reinnehmen musst. Da kannst du machen, ist aber nur obligatorisch. Ich persönlich frage zum Beispiel lieber nur so wenig Daten wie möglich ab. Sprich, nur die E-Mail-Adresse. Das Feld Vorname ist immer nur optional.

Falls du es nutzen magst: meist geht das in den E-Mail Marketing Systemen bei der Erstellung über den Reiter Personalisieren > Vorname / First Name – aber wie gesagt, dafür musst du es dann beim Opt-in (Anmeldeformular auch abfragen).

Was ich mit der persönlichen Ansprache viel mehr meine ist, dass sie sich wirklich von dir angesprochen fühlen. Heißt, sie lesen die E-Mail so, als hättest du sie extra für sie geschrieben (und nicht automatisiert an tausende Leute gleichzeitig verschickt). Dafür ist es wichtig, dass du dich mit der Definierung deines Lieblingskunden beschäftigst. Nur wenn du diese eine Person in und auswendig kennst, wirst du diesen Effekt erzeugen können.

Nutze deinen Newsletter für den Dialog

Sieh deinen Newsletter außerdem nicht unbedingt als einen einseitigen Kanal, sondern fordere deine Leser dazu auf dir zu antworten. Ja, es ist eine Mail, die an viele rausgeht – an deine gesamte Liste, aber du schreibst am Ende für deinen einen Lieblingskunden. Die Antworten wiederum finden persönlich statt. Es entstehen wertvolle Gespräche und das Vertrauen wird noch weiter ausgebaut.

Wir erhalten oft Mails mit dem O-Ton: 

“Johanna, ich weiß, die Mail ging nicht nur an mich raus, aber ich hatte so das Gefühl du hast sie nur für mich geschrieben, deshalb musste ich dir einfach antworten.”

Das ist es, was du erreichen willst: Einen Dialog, berühren, echte Geschichten erzählen.

Newsletter schreiben nach dem AIDA-Modell

Die ersten Zeilen deines Newsletters haben vor allem eine Aufgabe: Catchen! Sie sollen den Leser so neugierig machen, dass er dran bleibt und weiter liest.

Ich meine, warum fängt der Fernseh-Krimi mit dem Mord an? Damit du am Ball bleibst und herausfinden willst, wer der Täter ist (Handlung des ganzen Krimis).

Du kannst dir diesen Aufbau auch für deine Newsletter-Mails nutzen. Das Ganze nennt sich das AIDA Modell:

Aufmerksamkeit erzeugen

Interesse wecken

Begehrlichkeit auslösen 

Handungslaufruf einbinden

Also, rede nicht erst um den heißen Brei, sondern steige direkt in die Story ein. Mitten in die Handlung.

Á la: Da stand ich vor diesem Laden, gucke nach oben und ob du es glaubst oder nicht, da war…”

Na, würdest du weiterlesen? Genau darum geht es. Ich erzähle nicht erst, wie ich zu dem Laden gekommen bin oder dass ich eine Geschichte erzählen möchte, in der es um XY geht. Nein, ich steige direkt ein. 

Du schreibst keinen Klappentext, sondern eine Geschichte aus deinem Buch!

Kennst du die Filme von Miss Marple (von wegen Krimi und so)? Der Film fing immer mit einem Mord an und man wollte dann unbedingt wissen, wer der Täter war. Genau das wollen wir! Spannung aufbauen. 

Führe sie durch die Geschichte hindurch

Und dann führst du durch das Interesse das du geweckt hast und der Begehrlichkeit durch die Geschichte hindurch. Warum sollen sie deinen Podcast hören wollen? Warum genau dieses Interview? Warum soll jemand auf den Button klicken? Leite sie dorthin.

Und am Ende deiner Mail? Du kannst, aber musst und solltest auch nicht immer, etwas verkaufen. Es ist nur wichtig, dass dort eine (!) Handungsaufforderung (CTA) steht. 

Du kannst sie auf deinen Blog leiten, auf deinen Podcast, auf ein Interview, das du gegeben hast oder sie bitten auf deine Mail zu antworten. Und ja, du kannst sie auch zu deinem Produkt leiten (übrigens eignet sich hier auch oft einfach das P.S. da es sehr gerne gelesen wird).

Die Art des Newsletters

Wir haben schon im letzten Blogpost angeschnitten, dass es auch auf die Branche ankommt, in der du unterwegs bist, aber ich bin Fan von reinen Text-Mails. Ich stelle mir vor, wenn Lilli (unsere Lieblingskundin) meine Mail öffnet, das Gefühl hat, dass ihr eine Freundin eine Nachricht geschrieben hat. Es soll sich nicht so anfühlen, als hätte sie eine Werbe-Mail erhalten mit blinkenden Bannern und Rabatt-Aktionen. Nein, ich erzähle ihr eine Geschichte. Eine, mit der sie sich auch identifizieren kann. Etwas, das vielleicht gerade den Nagel auf den Kopf trifft, weil sie genau das hören musste.

Ja, gerade zum Launch werden auch Mails mit den Angeboten rausgeschickt. Aber auch dann wird sie keine blinkenden Banner finden.

In welcher Nische bist du unterwegs und was für eine Art von Newsletter würden deine Lieblingskunden gerne erhalten? Frage dich das einmal für dich.

 

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Zwei Branchen-Beispiele für einen Newsletter

Dein Newsletter als Fotografin

Was schreibt man als Fotografin in einen Newsletter? Du erzählst Geschichten. Davon, wie du arbeitest. Was du tust, damit sich deine Kunden wohler fühlen. Zeige vorher – nachher Bilder. Zum Beispiel zu Beginn des Shootings und später, wenn sich das Model wohler fühlt. Zeige die Verwandlung. So, damit sich deine Leser damit identifizieren können und sich denken: JA! Bei ihr würde ich auch mal gerne eine Shooting machen.

Dein Newsletter als Coach

Egal, in welchem Bereich du tätig bist: Es geht fast immer um das Thema Glaubenssätze. Ich bin im Bereich Online Business und spezifischer mit E-Mail Marketing auf einer sehr technischen Seite unterwegs. Es geht selten darum einfach nur zu zeigen, wie etwas funktioniert, sondern zu zeigen, dass auch Lilli (Lieblingskundin) das kann. 

Frage dich immer wieder, was die Herausforderungen deiner Lieblingskunden sind und gehe darauf ein. Wieder und wieder. Durch Geschichten und Beispiele. Durchbreche ihr Kopfkino und gib ihnen die Tipps an die Hand, die ihnen Schritt für Schritt weiterhelfen. 

Liest überhaupt noch jemand Newsletter?

Lange Zeit schien es so, als hätten Marketer entschieden, dass Newsletter out sind und sich für Unternehmen nicht mehr lohnen. Macht Sinn. Denn seien wir ehrlich, jeder Experte ist davon überzeugt, dass sein Thema das Wichtigste ist. Alle die Instagram als Business haben, meinen es geht nicht ohne Instagram. Das Gleiche gilt für Facebook, TikTok, SEO, alles.

Fakt ist: es werden von Jahr zu Jahr mehr E-Mails gelesen. Das Thema ist noch lange nicht durch. Denn seien wir mal ehrlich: wo guckst du wirklich immer rein, um nichts zu verpassen? Die Rechnugnen vom Steuerberater, die E-Mail von der Schule der Kinder, usw.? Genau, in den Posteingang. Denn hier landen die wirklich wichtigen Dinge und nicht “nur” bunte Bilder, die du dir zum (seien wir ehrlich) prokrastinieren ansiehst.

Es geht doch auch immer darum, wie der Newsletter genutzt wird.

Klar, wenn ich dir immer nur einen Newsletter zuschicken würde, um dir meine Produkte zu präsentieren und dir Rabatte zu schicken, dann wärst du längste Zeit meine Leserin gewesen.

Aber zwischen den vereinzelten Angeboten geht es vor allem um eines: Mehrwert.

Also nein: Newsletter sind nicht tot!

Hier mal ein kleiner Proof. Die Öffungsrate unserer Willkommens-Sequenz für neue Leser hat 63%.

Beispiel Open Rate - Öffnungsrate Newsletter By Johanna Fritz
Für dich zum Vergleich. Beim “normalen” Newsletter spricht man bei 30 % von einer sehr guten Rate.

Die Öffnungsrate wäre kaum so hoch, wenn keiner mehr Newsletter lesen würde! Es ist die direkte Verbindung zu deinen Kunden. Du landest in ihrer Inbox. Jetzt fehlt nur noch die mega Betreffzeile, damit deine Mails auch geöffnet werden, oder?

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Johanna Fritz

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