Die fünf Schritte der Customer Journey Teil 3/6 – Consideration Phase

Part 3 der Customer Journey. Wir befinden uns nun auf Stufe 2: Consideration / Erwägung.

Kurzer Recap: Du bekommst Aufmerksamkeit und neue Nutzer kommen auf deine Kanäle. Also was jetzt?

Der Nutzer ist jetzt an folgendem Punkt und fragt sich:

Bist du die Richtige, um mir zu helfen? Hast du die passende Antwort für mich parat?

Er zieht es also in Erwägung bei dir zu bleiben und vielleicht noch einen Schritt weiterzugehen.

Du kennst das selber: dieser Moment, bei dem du merkst „Wow. Das ist ja richtig cool hier. Da schaue ich öfter mal vorbei. Warum hab ich das bisher noch nicht entdeckt?” Das willst du haben und nicht, dass da jemand nur einmalig ein Bild liked und kommentarlos wieder verschwindet.

Also heißt es hier CTA (Call to Actions/ Handlungsaufrufe), Interaktion und Vertrauen aufbauen. Mache aus unbekannt vertraut.

Folgende zwei Dinge sind daher jetzt wichtig: 

  • Richtig gute Inhalte auf deinen Kanälen (Expertise zeigen, Mehrwert liefern und Vertrauen aufbauen)
  • Der nächste Schritt auf den Newsletter (Yes!)
Customer Journey: Consideration Phase / Erwägung

Consideration / Erwägung: Die zweite Stufe der Kundenreise

Wir haben es im letzten Blogpost schon angesprochen. Es muss auf deinem Blog, deinen Social Media Kanälen, deinem Podcast oder YouTube Kanal ganz klar sein, was deine Lösung ist. Was bekommen sie bei dir?

Ich sage es hier nochmal zur Erinnerung und das gilt für deinen kostenlosen Content sowie für dein kostenpflichtiges Angebot: Die Nutzer suchen nicht nach einem Onlinekurs, Mitgliederbereich, Buch oder sonst einem Produkt. Sie suchen nach einer konkreten Lösung. 

Verwende die Sprache deiner Community

Benenne sie also auch so:

– Wie du in 2 Wochen mutiger wirst, um [       ] zu tun.

– Wie erstellt man ein Visionboard?

oder

– Die Belichtungszeit richtig einstellen – so geht’s!

– Wie du in Corona Zeiten mit deinen Kindern trotzdem eine tolle Adventszeit verbringst.

– Verschwommener Hintergrund bei Fotos – so geht’s!

Sie suchen hier btw. nicht nach Bokeh. Verwende also ihre Sprache!

Okay so viel zum Inhalt: Du sprichst ihre Sprache, holst sie mit den Lösungen zu ihren Fragen ab. So weit, so gut.

Damit ziehst du sie an, doch wie bleiben sie dann, um die weitere Reise mit dir zu gehen?

Was bedeutet diese Phase des „In Erwägung ziehen” überhaupt?

Stell dir das vielleicht offline wie folgt vor: Du hast einen Laden. Das hat ein Schaufenster. Wenn das toll dekoriert ist, hast du Phase 1 der Customer Journey geschafft: Aufmerksamkeit gewonnen.

Jetzt geht darum, dass sie in den Laden auch reingehen. Es geht noch nicht darum, dass sie etwas kaufen. Aber damit sie eventuell etwas kaufen, müssen sie erst einmal den Laden betreten. Richtig?

Genau darum geht es hier in dieser Phase.

Von der Website auf deinen Newsletter

Um sie wirklich zu dir zu holen und nicht mit dem Klick auf das X im Browser wieder zu verlieren, brauchst du ein kleines Lockmittel: Dein Freebie.

Und wenn sie sich dazu angemeldet haben, sind sie auch auf deinem Newsletter (was klar kommuniziert werden muss).

Stellen wir uns das wieder mit dem Laden vor:

Schaufenster = Aufmerksamkeit.

Und dann steht da ein Schild mit dem Satz „Heute gibt es 20 %” oder „Bei jedem Kauf eines T-Shirt, gibt es ein Paar Socken on top”… was weiß ich. Ein Lockmittel, dass die Kunden in den Laden zieht. Es passt zu ihnen wie die Faust aufs Auge.

Dein Freebie ist dieses Lockmittel, dein Newsletter der Laden. Du hast sie bei dir, aber sie gucken erst einmal nur und bauen eine Verbindung zu dir auf. Wenn du es richtig machst, fühlen sich deine neuen Leser mehr als Willkommen bei dir (du weißt schon, schreibe eine spannende, lustige, lehrreiche, was auch immer Willkommens Sequenz). Damit sie bleiben und nicht auf der Hacke wieder umdrehen.

 Du kennst das von Offline. In manchen Läden fühlst du dich willkommen und als wärst du die Königin und bei anderen bist du einfach Kunde #324 am Tag. 

E-Mail Marketing in der Customer Journey

Ha! Told you so. Wir kommen immer wieder ins E-Mail Marketing zurück. Ohne Witz, es ist wirklich DER Weg, mit dem du sie bei dir halten kannst.

Wie sonst? Hoffen, dass sie sich an dich erinnern und wieder auf deinen Blog schauen, obwohl sie gerade nur zufällig daran vorbeigelaufen sind, weil sie heute mal einen anderen Weg gegangen sind? Aufs Online Business projiziert: nur, weil sie gerade zufällig über ein Keyword Dank Google bei dir gelandet sind?

Darauf hoffen, dass dein Beitrag auf Instagram der Person noch einmal angezeigt wird? Oh Lady, du weißt, wir hoffen nicht, wir nehmen das lieber selbst in die Hand.

Customer Journey Beispiel: Consideration Phase Worksheet by Johanna Fritz

Die 5 Stufen der Kundenreise

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Consideration Phase: Warum brauche ich ein Freebie?

Lass uns daher das Freebie noch einmal genauer ansehen:

Ohne einen Anreiz meldet sich niemand (oder nur sehr wenige) für einen Newsletter an. 

Warum auch? Sie kennen dich nicht, wissen nicht, was sie von dir bekommen. Also musst du schon ein bisschen was bieten.

Denke immer daran: Es ist wie die Entscheidung, den Laden zu betreten. Sich das Ganze mal näher ansehen. Schauen, was es so gibt. Gucken, ob man sich dort wohlfühlt. 

Und genauso wie das „durch die Tür treten” im echten Laden, hast du hier ein erstes „Ja” deiner bisherigen Follower und Website Besucher bekommen. Ein erstes „Ja, das könnte interessant sein”.

Und genau das macht sie so wertvoll. Sie sind nicht wie die Masse, die an deinem Laden (Content) vorbeizieht und sich die maximal die Nase am Schaufenster platt drücken, weil sie selber nicht so richtig wissen, was sie eigentlich wollen oder sich nicht trauen einzutreten, weil „Oje, es könnte ihnen ja gefallen. Und dann?”… so von wegen Angst vor der eigenen Courage oder oder oder. Es gibt zig Gründe, warum du einfach nur zuschaust, statt einzutreten.

Durch dein Freebie und deinen Newsletter sortierst du also quasi ein bisschen aus. Wer ist JETZT bereit, den nächsten Schritt zu gehen? Wer will mehr? Hereinspaziert.

Die anderen können weiter am Schaufenster stehen. Das ist fein. Und eines Tages werden vielleicht auch sie bereit sein einzutreten. Auf jeden Fall sieht es gut aus, wenn viele vor deinem Laden stehen. Es zieht nur noch mehr Schaulustige an (Reichweite). 

Deswegen ist dieses Freebie (und damit dein Newsletter) so wichtig. Du filterst.

So ein Freebie kann im Online Business alles Mögliche sein. Ein PDF, ein Audio, eine Checkliste, ein kleiner E-Mail Kurs, eine Video-Serie. Es gibt so viele Möglichkeiten.

Das solltest du bei der Erstellung deines Freebies beachten:

Damit deine Besucher nicht nur zu Newsletter Lesern werden, sondern anschließend auch die ganze Reise mit dir gehen – also dein Produkt kaufen, sollte dein Freebie diese Kriterien erfüllen:

  • Es schließt an deinen kostenlosen Content auf Social Media, Blog & Co an.
  • Es löst EIN Problem für den Nutzer. (Wichtig! Wichtig! Wichtig!)
  • Es liefert richtig guten Mehrwert.
  • Danach haben sie ein kleines, erstes Erfolgserlebnis.
  • Es leitet perfekt weiter zu deinem ersten bezahlten Produkt.

Hier auf dem Newsletter können dich deine neuen Leser durch die Willkommens-Sequenz, in der du dich auch vorstellst, erst richtig kennenlernen. Herausfinden, ob ihr zueinander passt. Hier nimmst du sie weiter mit auf ihre Reise.

Du merkst an dieser Stelle, warum die Produkt Pyramide in Part 1 so wichtig war. Woher sonst, sollst du wissen, was dein Freebie sein wird, wenn es doch auf das erste bezahlte Produkt hinleiten sollte?

Was wäre das passende Freebie?

Aber ehe wir hier jetzt schon in die nächste Phase der Customer Journey eintauchen frage ich dich lieber:

Was wäre also das passende Freebie für deinen Content und deine Lieblingskunden?

Denke immer daran: Sie stehen vor deinem Schaufenster und haben ein (!) Problem. Wenn du genau dieses eine lösen kannst, bist du schon einen richtig guten Schritt weiter.

Noch mal zum Laden: Wenn vor dem Schaufenster Leute stehen, die auf der Suche nach Handschuhen sind, mit denen sie trotzdem noch ihr Smartphone bedienen können und du bietest genau das an, dann werden sie eintreten und du kannst deinen Charme spielen lassen und ihnen mehr zu diesen Handschuhen erzählen, damit sie bereit für Phase 3 sind. Also:.

Ein Problem, eine Lösung. Du bist dran.

Fülle das Worksheet zur Folge aus. Du kannst es dir hier als Willkommens-Geschenk auf dem Newsletter sichern.

Customer Journey Part 4/6: Decision

Nächste Woche Dienstag (08.12.20) geht es weiter mit Part 4: Die Entscheidung

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Kundenreise / Customer Journey: Entscheidungs Phase / Descision Phase

Links zur Folge „Die 5 Stufen der Kundenreise – Part 3: Consideration“

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Customer Journey Erklärung Consideration Phase - By Johanna Fritz

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3 Kommentare

  1. Eine Frage: Laut deutschem Recht darf ja die Anmeldung zum Newsletter nicht mehr mit einem Freebie verknüpft werden. Ignoriert man das einfach oder wie seht ihr das? (Ich frage nur, weil ich es immer wieder sehe. Auch hier und mir dann unsicher bin)

    Antworten
    • Liebe Katrin,

      das Kopplungsverbot so wie es mal für Ausfehen gesorgt hat, stimmt mittlerweile nicht mehr. So lange du kannst klar vorab kommunizierst, dass du dich hier für den Newsletter anmeldest, ist alles fein. Siehe hier: https://www.e-recht24.de/artikel/datenschutz/11551-kopplungsverbot-dsgvo-newsletter-gewinnspiele.html
      Früher haben Marketer gern einfach mit einem Freebie geworben und vom Newsletter war bei der Anmeldung nichts zu lesen. Was natürlich echt nicht geht.

      Also, immer klar kommunizieren was mit durch die Anmeldung passiert und du bist auf der sicheren Seite. Da es so gut passt: Ich lade dich gerne zu unsere Newsletter Challenge ein, die im januar wieder startet. Dort haben wir auch einen Fachanwalt zu dem Thema dabei, weil es so viele bremst, mit dem Newsletter und somit E-Mail Marketing loszulegen.

      Du findest alle Infos dazu hier: https://newsletter-challenge.de

      Liebe Grüße an dich,
      Johanna

      Antworten
      • Lieben Dank für die ausführliche Antwort! Das klingt ja super und ist mir wohl entgangen, da mir erst neulich wieder jemand erzählt hat, dass es so nicht mehr ginge. (Hab mich bereits zur Challenge angemeldet :-))

        Grüße aus Heilbronn nach Stuggi
        Katrin

        Antworten

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