Vorwort von Johanna:
Heute überge ich wieder das Wort an meine Assistentin Lene. Wir möchten hier ja eine regelmäßige Buchvorstellung einführen. Und da ich immer wieder Bücher auf dem Tisch habe, die uns beiden gefallen, finden wir, die solltet ihr auch kennen. Eins davon ist das heutige Buch. Eines meiner absoluten Lieblingsbücher das ich nur jedem Selsbstständigen da draußen empfehlen kann.
Los geht’s mit Lene…
( * Die Links zum Buch sind Affiliate Links)

Im Rahmen einer neuen, tollen Kategorie gibt Johanna mir die Möglichkeit, mich ein bisschen mehr einzubringen und das mit einer meiner liebsten Beschäftigungen – dem Lesen.
Letztes Mal ging’s um Illustration und den eigenen Stil finden. Heute in meiner zweiten Buchbesprechung nehme ich (passend zu Johannas letztem Podcast!) ein Buch über Personal Branding unter die Lupe.

Frühling Sommer, Herbst und Winter.

Was das mit dem Kreieren einer Marke zu tun hat und wozu du als Unternehmer überhaupt eine „Marke“ brauchst – die Antworten auf diese und weitere Fragen, finden sich in dem Buch.

How to style your brand von Autorin Fiona Humberstone (erschienen im Selbstverlag: Copper Beech Press)

How to style your Brand Buch

Fiona Humberstone ist eine Powerfrau. Ich denke, so kann man das wohl am Besten zusammenfassen.
Sie ist Britin, beruflich angesiedelt als Creative Director, Marken-Beraterin für kreative Unternehmen, hat einen eigenen Verlag (Copper Beech Press), gibt Workshops, ist als Speaker auf verschiedenen Business-Events zu finden und natürlich ist sie Bestseller-Autorin. Über die private Frau dahinter findet man online nichts. Es gibt keine öffentlich zugänglichen Profile, keinen Wikipedia-Eintrag und wenn man ihren Namen googelt, findet man nur die professionelle Businessfrau.

Fiona ist gut im Storytelling, kommt auf ihrer Webseite und allen Fotos sehr sympathisch und offen rüber. Sie lacht viel und man hat sofort das Gefühl, mit ihr könne man Spaß haben.
Sagen wir es mal so: Sie versteht wirklich was von ihrem Job! Sie tritt als Marke auf, alles passt zusammen und ist aufeinander abgestimmt.

„How to style your brand“ ist 208 Seiten stark, wurde 2015 erstmals veröffentlicht, ist englischsprachig und bisher gibt es keine deutsche Übersetzung. Das Buch ist in 6 Kapitel unterteilt, die einen nach und nach an das Markenthema heranführen. Es gibt einige vollseitige Fotobeispiele für gelungenes Branding und die einzelnen Kapitelthemen werden ebenfalls durch ansprechende Fotos hervorgehoben. Soviel zu den Eckdaten des Bestsellers.

Es verspricht: „Everything you need to know to create a distinctive brand identity“

Also: Alles, was man braucht um eine unverwechselbare Marke zu erschaffen.

Im Vorwort motiviert die Autorin und gibt einen optimistischen Überblick, was man von dem Buch erwarten kann.
Es richtet sich an Leser, die gerade ein neues Unternehmen oder einen Blog gründen oder die einem bestehenden Unternehmen aus diversen Gründen eine neue Richtung geben wollen. Das erklärte Ziel ist es, den Leser zu ermutigen, die großartigen Möglichkeiten zu entdecken, seine Stärken zu erkennen und etwas „vollkommen Atemberaubendes“ zu erreichen. Wie ich schon sagte: optimistisch 😉
Sie will mehr erreichen, als einfach nur ein professionelles Auftreten für das Unternehmen. Sie sieht den ganzheitlichen Ansatz: Der Unternehmer repräsentiert das Unternehmen und da muss ALLES zusammen passen. Nur dann schaffe man eine „magische“ Verbindung zwischen Person, Unternehmen und den Kunden. Nachdem man das Buch durch und die Tipps angewandt hat, wendet man sich demnach fortan an die Kunden, die mit ihrem Herzen kaufen, nicht nur ihrem Verstand.

How to styler you brand - vision
Was ist eine Marke? Wozu braucht man dieses Personal Branding?

Kurz zusammengefasst, ist es die richtige Kombination und Balance von mehreren Faktoren, wie Farben, Muster, Schrift, Illustrationen und Fotos um ein bestimmtes Gefühl zu erzeugen. Die Zielgruppe sollte sich automatisch damit identifizieren und von der Authentizität, die dahinter steckt, überzeugt werden.

Kapitel eins behandelt die Basics: Wie eine Marke entsteht, was es eigentlich heißt, eine Marke zu gestalten und was eine Marke eigentlich für dich als Unternehmer tun kann.

Im zweiten Kapitel geht es darum, seinen eigenen Standpunkt zu finden. Wo willst du hin und was ist das Ziel?
Welche Kunden möchtest du ansprechen, was kannst du ihnen bieten? Im Endeffekt definiert man hier den „USP“, den Unique Selling Point. Was bietest gerade du und was sind deine Stärken gegenüber der Konkurrenz? Man arbeitet sich durch mehrere Fragen, um einen Plan aufzustellen, wohin die Reise gehen soll.

Im dritten Kapitel geht es darum, den in Kapitel zwei gefassten Plan zusammenzubringen mit allem was dich so inspiriert. Man wird aufgefordert Moodboards zu erstellen und alles festzuhalten, was gefällt. Hier kommen die Fragen auf: Warum gefällt mir das? Passt das zu mir? Und wie würde ich selbst es um- oder einsetzen?
Man schaut sich die Konkurrenz an, was die gut bzw. anders machen als man selbst und was man davon für das eigene Unternehmen übernehmen könnte. Wer oder was inspiriert dich?

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In diesem Kapitel kommen wir auch wieder auf die vorhin genannten Jahreszeiten. Es geht um Farbpsychologie und Fiona hat hier den Ansatz, dass jeder ein bestimmter Jahreszeiten-Typ ist. Nach dieser Theorie ließe sich jeder Mensch anhand seiner Vorlieben und Charakterzügen in Frühling, Sommer, Herbst oder Winter einteilen und diese Typisierung helfe anscheinend dann auch das Unternehmen authentischer und den Auftritt harmonischer zu gestalten. Dieser Ansatz ist interessant.
Nehmen wir als Beispiel unsere liebe Johanna. Sie ist der klassische Frühlingstyp. Weiß sie selbst und erzählt euch das ja auch immer wieder in ihren Podcasts oder Blogbeiträgen 😉

Johanna ist quirlig, fröhlich, sprudelt über vor Ideen und überholt sich nicht nur beim Sprechen oft selbst. Sie hat so vieles, was sie gerne ausprobieren will und weiss meistens nicht, womit sie überhaupt starten soll, weil ihr da so vieles durch den Kopf spukt und sie ist dermaßen optimistisch und begeisterungsfähig. Sie ist immer farbenfroh angezogen und ihr Büro ist auch quietsch-bunt eingerichtet. Ihre Unternehmensfarben sin die berühmte Türkis-Pink-Gelb-Kombi, die sich auch immer wieder in ihren Klamotten findet. Sie trägt meistens Röcke und Kleider und man muss einfach gute Laune bekommen, wenn man sie sieht.

Wenn Johanna jemals in Schwarz im Büro erscheinen wird, weiss ich, irgendwer muss gestorben sein. Das ist der einzige Grund, der mir dafür einfallen würde.
Natürlich ist sie auch mal schlecht gelaunt, aber hallo. Nur, die meiste Zeit ist sie eben genau so, wie ihr sie auch immer in ihren Livestreams, Videos und Podcasts erlebt.
Laut Fionas Definition ist Johanna der personifizierte Frühling.

Ganz ehrlich, als ich vor über einem Jahr bei ihr angefangen habe, dachte ich nach kurzer Zeit „Na, ob das gut geht?“
Ich, die liebe Lene, bin nämlich quasi das komplette Gegenteil. Mich sieht man meistens in Schwarz. Schwarzes Top, meistens dunkle Hose. Gaaaaanz selten in Kleidern und wenn ich mir meinen Kleiderschrank so ansehe, dominieren die dunklen Töne ganz klar. In meiner Wohnung/Büro gibt es auch keine Knallfarben. Ich mag es gerne klassisch und das was am Ehesten in meiner Einrichtung hervorsticht, ist mein Faible für Kupfer- oder Silbertöne. Und charakterlich bin ich auch alles andere als so ein Sonnenscheinchen wie Johanna. Mir fällt es extrem schwer mich in einer von Fionas Jahreszeiten wiederzufinden. Vermutlich wäre ich irgendwas zwischen Herbst und Winter.

How to styler you brand seasons

So nach diesem kurzen Ausflug, wieder zurück zum Buch.

Nach Kapitel drei, Farbpsychologie und Inspiration geht es im vierten Kapitel um die Logogestaltung, bevor wir in Kapitel fünf dazu übergehen die Markenelemente wie Farben, Schriften, Icons, Illustrationen, Muster und Fotografie zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenzufügen.
Im letzten Kapitel gibt es noch einen kurzen Abstecher zu den Visitenkarten, der Webseite und Co.

Mein Resümee:

Ich denke, „How to style your Brand“ ist ein gutes Handbuch, wenn man Hilfe braucht, um sich neu zu orientieren oder überhaupt erstmal zu starten. Es liefert ein paar neue Ansätze, erklärt das Basiswissen, welches man für eine Corporate Identity braucht und vorallem: Es motiviert!
Fiona Humberstone weiß genau, von was sie spricht. Sie setzt alle ihre Tipps und Tricks aus dem Buch auch bei sich selbst um. Sie ist Profi durch und durch und wenn man sich an ihren Leitfaden hält, dürfte man auch eine Marke entwickeln, mit der man zufrieden sein kann. Natürlich sei gesagt, nur weil man eine gut durchdachte Markenidentität hat, heißt das nicht, dass man automatisch auch erfolgreicher ist. Dazu gehört ja noch so einiges mehr. Qualität und Können und natürlich Akquise und Kundenfang ganz vorneweg. Aber es macht es ein bisschen einfacher. Je mehr man sich selbst mit seiner Marke identifiziert, umso mehr steht man dahinter. Das merken die potenziellen Kunden und man überzeugt leichter.
Das Buch selbst hat mich überzeugt. Ich habe mich gerne reingelesen und hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, belehrt zu werden. Es ermutigt und man wird angeregt über seinen Tellerrand hinauszuschauen.

„Dream big“ ist hier die Devise.

Und weil ich weiß, wie sehr wir Kreativen auf schöne Dinge stehen: Auch optisch macht das Buch was her. Es macht sich ganz bestimmt auch gut auf dem Wohnzimmertisch 😉 Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung und mein Exemplar ist bereits bestellt. Auch Fionas zweites Buch „Brand Brilliance“, das im Mai diesen Jahres erschienen ist, klingt vielversprechend und macht mich neugierig. Vielleicht wird das ja dann auch eine Empfehlung. Wir werden sehen.

Ansonsten bist natürlich jetzt wieder du gefragt: Lass mich hier in den Kommentaren wissen, wie und ob du bereits als Marke auftrittst.
Was kannst du mir zum Thema Branding sagen? Hast du „How to style your Brand“ gelesen? Wenn ja, welcher Jahreszeitentyp bist du? Und: Hast du mir eine Empfehlung zu einem Buch, das ich unbedingt lesen und hier vorstellen soll? Ich freu mich auf dein Feedback! 🙂