Du kennst doch bestimmt Pinterest. Diese Plattform, auf der so viele schöne Fotos sind. Da, wo man sich die tollsten Moodboards erstellen kann, um sie dann geheim zu halten oder mit anderen zu teilen.

Bisher habe ich Pinterest mal mehr, mal weniger genutzt. In keinem Fall mit dem Plan dahinter, dadurch mehr Traffic für meine Website zu generieren.

Aber je mehr ich mich in die Materie einlese, an meinem Profil herumfeile, Boards ausmiste und vor allem mehr pinne, desto mehr habe ich im Gefühl, dass das eine weitere „Baustelle” wird, in die ich etwas mehr Zeit investieren möchte.

Und ehe du jetzt die Hände vors Gesicht hältst und dir denkst „Nein! Johanna lass das! Ich kann nicht noch eine Plattform!”… lies einfach weiter und entscheide danach.

Glaube mir, ich bin die Letzte, die sagen würde: „Du musst auf allen Plattformen sein, sonst wird das nichts.” Ganz im Gegenteil. Ich bin dafür, ein oder zwei Plattformen richtig zu rocken. Danach kannst du immer noch weiter ziehen.
Aber vielleicht stehst du ja noch ganz am Anfang oder hast auch einfach DIE eine Plattform für dich noch gar nicht gefunden. Oder du willst einfach mitreden können und zumindest mal wissen, was es eigentlich alles so für Optionen gibt.

… dann schau dir mein Video an und hol dir anschließend das Freebie mit 20 (statt nur 8) Tipps.

Pinterest besteht aus Bildern. Fotos, Illustrationen und Info-Grafiken. Ein Träumchen! Denn welcher Illustrator (Fotograf, Kreative, DiY, Food-Blogger, Letterer und überhaupt) liebt es denn nicht, seine Bilder in Szene zu setzen? Mit der Welt da draußen zu teilen? Auch um Kunden zu akquirieren. Und, seien wir ehrlich, auch zu re-pinnen. Pinterest kann ein Loch an Inspiration werden, bei dem man aufpassen muss, dass man nicht den ganzen Tag darin verbringt. So viel zu gucken und auszuprobieren.

Aber zur Strategie. Denn wir sind ja alle hier, um irgendwie mit Logik an das Ganze ran zu gehen, stimmt’s? Was ist da für uns drin? Abseits des Inspirations-Strudels?

Wie ich Pinterest bisher genutzt habe:

  1. Privat: Urlaubsziele, DiY-Ideen, Rezepte, Interior-Ideen, usw. – auf öffentlichen Boards
  2. Beruf als Illustratorin: Als Recherche-Tool für Aufträge. Ich soll eine Weihnachtskarte gestalten mit diesen und jenen Elementen drauf? Geheimes Board angelegt, Pins zu dem Thema gesucht und gepinnt.… schwupps, hatte ich ein wunderbares Moodboard um loszulegen

Was merken wir? Pinterest ist kein „Social Media Tool” in dem Sinne, wie wir es von Instagram, Facebook und Twitter kennen. Pinterest ist eine Suchmaschine. Wir gehen dorthin, um etwas zu suchen. Ganz gleich was. Wir gehen nicht dorthin, um uns mit Freunden oder Familien auszutauschen. Pinterest ist also eine Suchmaschine. Und als mir das klar wurde, ging mir ein Licht auf: Ich muss meine Boards komplett umstellen.

Meine Zielgruppe ist momentan in erster Linie Illustratoren. Ja! Du da! 😀 Denn, der Weg geht immer mehr in die Richtung des Tipps-teilens, Kurse erstellens, Social Media, Illustratoren (und Kreativen allgemein) helfen, damit sie von ihrem Talent leben können.

Also pinne ich jetzt nur noch öffentlich, was für genau diese Zielgruppe, euch, relevant ist. Damit ihr einen Mehrwert von meinen Boards habt. Viele alte Boards konnte ich behalten, denn Illustrationen, Trends, Farbpaletten, Zitate, Typografie, Kinderbücher, dürften eigentlich passen. Oder? 😉

Dazu kamen aber ganz viele Boards mit Themen, die etwas beibringen im Business-Bereich. Blog-Tipps, Website-Tipps, Business-Tipps allgemein, Instagram, Pinterest, Mockup-Templates und vieles mehr. Natürlich auch die Pins, die zu meinem eigenen Blog führen.

Optisch habe ich jetzt jedem Board ein Cover gegeben, dass meinem Branding entspricht. Das ist einfach nett fürs Auge, wenn man auf meine Pinboard-Seite kommt.

Einen Business-Account (Das kostet übrigens nichts), hatte ich schon. Das ist super wichtig, weil man so die Statistiken bekommt. Und die sind ja super interessant. Nur so weiß ich ja, ob all der Quatsch, den ich da mache, auch wirklich Sinn hat.

Ein weiterer großer Unterschied macht natürlich das Pinnen selbst aus. Kennen wir ja alle. Wenn ich auf Instagram nichts poste, wird auf Dauer auch keiner vorbeikommen.

Vorweg: Pins haben eine mega lange Lebensdauer. Einen Tweet postet man und schwupps, ist er wieder verschwunden. Ein Bild bei Instagram wird den Followern (dank des neuen Algorithmus) eventuell noch 24 Stunden nach dem eigentlichen Posten angezeigt, ist dann aber auch „verschwunden” und nur noch im eigenen Feed oder irgendwo ganz weit unten bei den relevanten Hashtags zu finden. Pins bleiben. Sie werden weiter gepinnt und schwupps, sehen es wieder neue Leute, die es auch wieder repinnen. Erst im Dezember hatte ich einen Pin (eine Illu von mir, siehe unten), die plötzlich mega abging. Gepinnt hatte ich es vor drei Jahren. Total verrückt.

Auf jeden Fall ist trotzdem klar, je mehr gepinnt wird, desto mehr Repins sind auch möglich. Dabei sollte man nicht nur seinen eigenen Kram pinnen, sondern auch den von anderen. Sonst sieht es nur nach Werbung aus. Und wer hat da schon Lust drauf. Da gilt wohl wieder die 80/20 Regel. Wenn nicht sogar 90/10. 80% Inhalt von anderen, 20% von mir. Die Mischung macht’s.

Ich teste jetzt seit etwas mehr als einen Monat die Tailwind App (Affiliate Link – weil ich voll hinter der App stehe und sie täglich nutze). Damit kann man Pins planen und so den ganzen Tag über pinnen ohne das man zu dem Zeitpunkt wirklich im Netz ist. Das eigentliche Pinnen mit Tailwind mache ich dann mal abends auf dem Sofa ne halbe Stunde lang. Fakt ist doch, keine von uns hat die Zeit alle Stunde bei Pinterest rein zu schauen und zu pinnen. Schon gar nicht, wenn man Vollzeit arbeitet und dabei noch zwei Kinder unter fünf hat.

Tailwind ist offizieller Partner von Pinterest, weshalb man da auch auf der sicheren Seite ist. Es ist also offiziell erlaubt dieses Tool zu nutzen.

Ich habe übrigens auch ein Board für die „Erfolgreichen Illustratoren”, also dich, erstellt. Das ist ein sogenanntes Gruppenboard. Und jede, die auf meinem Newsletter ist oder in meiner Facebook-Gruppe Erfolgreich. Illustrator. Mitglied ist, kann mir eine Email schicken mit dem Betreff „Pinterest” an support@byjohannafritz.de. Dann einfach noch deinen Nutzernamen mit reinschreiben und ich füge dich sehr gerne dem Board hinzu.

So können wir dort miteinander noch mehr Reichweite für uns alle aufbauen. Gepinnt werden können Illustrationen, Doodles, Skizzen… alles Gezeichnete, dass du gerne der Welt zeigen möchtest.

Und dann überlege dir selbst: Wie willst du Pinterest als Illustratorin/ Kreative/… nutzen? Welche Boards legst du da an? An welchen Boards ist deine Zielgruppe interessiert?

Art Directors, Agenturen, Verlage, Lektoren… aber auch Illustratoren-Kollegen. Denn die kennen wieder andere Leute und haben wieder andere Follower.

Und wenn die dich repinnen, wer weiß wer das sieht.

P.S. Lust dich mit anderen Illustratoren auszutauschen? Dann schau auch mal in unserer Facebook-Gruppe „Erfolgreich. Illustrator“ vorbei. Eine tolle Community mit vielen Startern – aber auch alten Hasen – die sich unterstützen wo es nur geht. Versuche in deinem öffentlich Profil irgendwas mit Illustration zu zeigen, da wir die Profile alle vor Einlass checken oder schicke mir vorab eine PN.

Pinterest Tipps für Illustratoren