Eine Frage, die ich immer wieder gestellt bekomme. Und deshalb wollte ich sie heute mal thematisieren.

Eigentlich könnte ich das Dienstagslernen hier auch schon wieder beenden, denn die Antwort lautet ganz klar „Nein.

Seien wir mal ganz ehrlich, ganz viele Studiengänge wie Grafikdesign, Kommunikationsdesign, Animation, Mediengestaltung, Illustration bringen dir vielleicht Programme wie Photoshop bei, mögen dir neue Zeichen-Techniken nahe legen, usw. … was aber im Normalfall fehlt (und ich hoffe das ändert sich mit der Zeit), ist die Praxis.

Was nützt dir das tollste Illustrations- oder Grafikdesign-Studium, wenn du danach vielleicht ein Logo oder eine mega Illustration hinbekommst, aber keinen Plan von dem eigentlichen Beruf hast? Denn ganz ehrlich: Du kannst noch so toll zeichnen, wenn du keinerlei Plan von Vermarktung, Kundenakquise, Nutzungsrechten und derlei spannenden Dingen hast, wirst du mit Illustrationen keinen Erfolg haben.

Ich bin niemand der ein Talent hat, bei dem den Leuten die Kinnlade runterfällt. Es gibt tausende Illustratoren, die sind viel besser als ich. Aber ich habe meine Nische gefunden: der Kindermarkt. Und da bin ich ganz okay drin. Mein Plus ist, dass ich weiß, wie ich mich vermarkten muss. Das man raus muss, um Leute zu treffen, die einen auch beauftragen können mit tollen Projekten. Kollegen treffen, die einen weiterempfehlen. Ich nutze Social Media, weiß wie man eine vernünftige Buchhaltung macht und wie ich Nutzungsrechte vergebe, damit ich das Geld nicht quasi aus dem Fenster schmeiße.

All diese Dinge sind SO wichtig. Und ganz ehrlich, kaum ein Studium bringt dir das bei.

Mein Kommunikationsstudium hat es nicht. Versteh mich nicht falsch: Mein Studium war super. Ich hatte vorher kaum von Photoshop gehört. Haha. Aber die Denke an der Schule war (damals), dass wir alle danach bestimmt in Werbeagenturen landen. Und da brauch ich den ganzen „Quatsch” wie Buchhaltung, Nutzungsrechte & Co. nicht unbedingt für den beruflichen Alltag. Die haben da extra Abteilungen für.

Aber heute gibt es mehr und mehr, die eben als Freiberufler auf eigene Faust ihren Beruf bestreiten. Und es werden nicht weniger.

Es gibt außerdem auch unendlich viele Quereinsteiger. Die waren vorher Lehrer oder Geologen oder Architekten. Plötzlich merken sie “Das war’s nicht”. Aber gehen sie nochmal studieren? Für gewöhnlich nicht.

Um auf den Punkt zu kommen: Alles was zählt ist dein Portfolio. Deine Talent. (und ja, dabei kann ein Studium helfen). PLUS: die ganze Business-Seite. Das unternehmerische denken und danach handeln.

Mich hat in den bald zwölf Jahren noch nie ein Kunde nach meinem Studium gefragt.
Ich hätte auch Auto-Mechaniker lernen können. Es wäre völlig Wurst.

Kunden möchten am Ende eine tolle Illustration sehen für ihr Geld. Und wenn DU ihnen genau das liefern kannst, hast du den Auftrag in der Tasche.

Und glaube mir, selbst wenn du mal gefragt wirst, dann ist das vermutlich eher eine Art um Small Talk anzufangen. Nicht, weil es ausschlaggebend ist. Was nutzt dem Kunden ein toller Abschluss, wenn am Ende die Illustration Mist ist?

Also: Alles was zählt ist dein Portfolio. Um Kunden zu akquirieren. Hmmm… aber wie kommst du noch gleich an die Kunden ran, die dein Portfolio sehen sollen? Da ist sie wieder, die Business-Denke. Kundenakquise ist gefragt. Wurde mir nie beigebracht.
Und ein tolles Portfolio heißt, dass es so richtig rocken muss. Ein paar Bleistift-Skizzen und Strichmännchen reichen da nicht aus. Aber ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass du Zeichen-Talent hast, denn sonst würdest du vermutlich nicht darüber nachdenken Illustration zu studieren.

Hol dir Feedback von Kollegen die schon länger im Geschäft sind, trau dich dein Portfolio auf der Frankfurter Buchmesse Lektoren zu zeigen. Das Feedback kann beim ersten Mal ernüchternd sein (so war es bei mir. Alle Figuren waren viel zu steif), aber auf Feedback kann man aufbauen und sich dadurch verbessern.

Und wenn dein Portfolio rockt, dann kommt eben noch der Marketing-Teil.

Aber ganz ehrlich, wenn du ein bisschen Zeit investierst, dann kannst du dir das auch über Google zusammensuchen. Anders habe ich es damals auch nicht gemacht.

Schau dir unseren Berufsverband – die Illustratoren Organisation – an. Dort gibt es ganz viel Info-Material. Nutze den Blog hier oder unsere Facebook-Gruppe… stelle überall Fragen.

Wenn ich das hinbekomme, kannst du das auch.

Ja, ich habe studiert, aber dort habe ich Photoshop, Indesign und Illustrator gelernt. Nicht das ganze Drumherum. Ich wusste nichtmal, dass ich als Illustratorin Freiberufler bin und nicht Gewerbe. Das hat mir alles Google beigebracht.

Falls du wirklich frisch dein Abi gemacht hast und einfach noch nicht weißt wohin es dich trägt, dann passt so ein Studium vielleicht. Denn man lernt Leute kennen die ähnlich ticken, entwickelt so vielleicht über die (meist drei) Jahre einen Stil. Dann habe ich dir hier unten ein paar Schulen aufgelistet, die reine Illustration als Studiengang anbieten.

Ein paar Illustrations-Studiengänge gibt es hier:
WAM in Dortmund
BTK-FH in Berlin (hier habe ich Kommunikationsdesign studiert. Illustration gab es damals noch nicht als Studiengang)
HTK in Hamburg
HAW in Hamburg
Bild Kunst Akademie in Hamburg
AID in Berlin (die einzigen die auch Themen wie „Existenzgründung, Urheberrecht, Strategien zur Bewerbung“ in ihrem Studiengangablauf stehen haben)
•  du kennst noch eine? Teil sie mir gerne in den Kommentaren mit und ich ergänze die Liste

Wenn du aber bereits genau weißt was du machen willst und die mega Illus in der Mappe hast: spar die drei Jahre und google ein bisschen. Ich wusste Ende des zweiten Jahres ich werde Illustratorin und habe gleich die ersten Aufträge gehabt. Das letzte Jahr hat dann eher gebremst, als gefördert. Einfach weil zu wenig Zeit zum illustrieren nebenher war 😉

Und jetzt lass mich doch wissen: Hast du studiert? Wenn ja, was? Und gab es dort Fächer wie Recht, BWL, Marketing, Social Media, Mappen-Beratung oder Personal Branding Kurse? Oder bist du eine der Glücklichen, die in ihrem Studium alles bekommen hat? Dann bitte (!) lass es mich wissen und ich verlinke die Schule hier sehr gern. Denn sowas muss gefördert werden.

P.S. Lust dich mit anderen Illustratoren auszutauschen? Dann schau auch mal in unserer Facebook-Gruppe „Erfolgreich. Illustrator“ vorbei. Eine tolle Community mit vielen Startern – aber auch alten Hasen – die sich unterstützen wo es nur geht. Versuche in deinem öffentlichen Profil irgendwas mit Illustration zu zeigen oder schicke mir vorab eine PN, da wir die Profile alle vor Einlass checken.

Muss ich studieren, um Illustrator zu werden?

14 thoughts on “Studieren notwendig, um Illustrator zu werden?

  1. Sarah,

    Die TH Nürnberg bietet auch Illustration als Modul an!
    Dazu gibt es neben zwei anderen Hauptmodulen (insgesamt 11 zur Auswahl)
    auch Wahlpflichtfächer wie „Existenzgründung“ oder „Ideen-Entwicklung“.
    Ich kann es nur empfehlen, auch wenn die Aufnahmebedingungen hart sind! 🙂

    Liebe Grüße, S.

  2. Jaqui,

    Hi Johanna,
    erstmal echt cooler und interessanter Beitrag. Du hast in vielen Punkten den Nagel auf den Kopf getroffen. Selbst, wenn man noch so „perfekt“ zeichnen kann, so kommt es letzlich darauf an ob man seine Leistungen auch gut präsentieren kann. Da gehört manchmal eine Portion Durchsetzungsvermögen dazu.
    Das gilt prinzipiell für viele verschiedene Berufszweige. Oftmals setzt sich derjenige durch, der sich selbst besser vermarkten kann – selbst wenn fachlich deutlich qualifiziertere Personen zur Auswahl stehen.

    Daher finde ich es gut, dass du vermittelst: „Hey! Ein Studium ist kein must-have für alle.“
    Ich sehe die verbreitete Meinung, dass man für alles ein Studium braucht als falsch – sogar schlecht – an.
    Ein Studium ist eine schöne Sache, aber man sollte sich vorher gut überlegen, ob es für einen selbst zielführend ist.
    Die Antwort auf diese Fragestellung sieht von Person zu Person anders aus.

    Ich selbst studiere Informatik und sehe regelmäßig Leute, die desillusioniert werden, frustriert das Studium abbrechen oder sich bis zum Ende durchquälen – aber für sich selbst nichts ins Leben mitnehmen außer dem „Blatt Papier“ am Ende. Letztere haben prinzipiell ihre Lebenszeit verschwendet.
    Den Positiv-Fall gibt es bei uns natürlich auch. 😉

    Das soll keine Kritik am Aufbau meines Studienganges sein. Der ist ganz OK.
    Ein Studium soll ein solides Grundlagenwissen, eine Portion Allgemeinbildung aus dem jeweilligen Fachbereich und die Fähigkeit sich Themen selbst rauszusuchen und zu erarbeiten vermitteln. Im Rahmen von Wahl-Vorlesungen kann man sich spezialisieren. Es ist keine lineare Ausbildung, wo dir alles für deinen persönlichen Berufsweg mitgegeben werden kann. Hierbei ist es auch sehr wichtig sich privat weiterzubilden und neue Dinge auszuprobieren(!!!). Letzlich bestimmt man selbst, was man erlernen will und was nicht (z. B. mit Wahlfächern).
    Einfaches Beispiel: Man hat beim „Photoshop-Kurs“ einige Tools und Tricks kennengelernt, seine Hausaufgaben brav gemacht und die Klausur mit einer eins bestanden. Ist man deswegen automatisch ein guter Grafik-Designer? Nein, man muss sich auch privat dafür begeistern können, viel rumprobieren und sich selbstständig das persönlich benötigte Wissen aneignen. Oftmals stehen einem die Dozenten auch gerne mit Rat&Tat zur Seite.

    Eine wichtige Frage, die man sich stellen muss ist: „Liefert mir das Studium alle Infos oder Grundlagen, die ich für meinen Berufsweg brauche?“
    Da hilft es auch, die Modulbeschreibungen durchzulesen – was viele leider nicht tun.

    Mir persönlich macht das Studium Spaß, weil es immer wieder neue Dinge zu entdecken gibt – die Informatik ist ein breit gefächertes Gebiet. Ich bekomme Basics vermittelt und die Details dazu kann ich mir selbst suchen – falls ich sie benötige. Genauso kann ich auch sagen, dass mich ein Themengebiet weniger interessiert und entsprechend weniger damit in meiner Freizeit machen.

    Wie ich jetzt als Informatikerin auf deinen Beitrag gekommen bin?
    Ich zeichne privat gerne und habe auch schon Webseiten für Freunde und Bekannte gebaut. Ich finde dieses Gebiet sehr interessant. Für mich ist die Selbständigkeit als Informatiker (z. B. im Bereich Game Design und Development) sehr reizvoll – wobei ich derzeit eher eine Tendenz zur Forschung und Mathematik habe.

    Die Welt bietet viele tolle Dinge zum Ausprobieren und Erlernen. Das Lernen selbst kann uns keiner abnehmen – das muss jeder selber machen.

    Liebe Grüße
    Jaqui

  3. Sabine E.,

    Hi liebe Johanna,

    ich habe dich gerade über Facebook entdeckt und fand deinen Beitrag sehr sehr spannend. Danke auch für das Informative Video und auch deine Checkliste ♥
    Schon vor bestimmt 10 Jahren habe ich den „Wunsch“ im Herzen gemacht eines Tages mit meinen Bildern „Geld zu verdienen“ für ein Studium (sei es zB Modedesign o.ä.) hat es bei mir leider an einen „höheren Abschluss“ gefehlt.
    Mittlerweile bin ich 28, Hausfrau und habe einen Beruf erlernt den ich bis heute nicht ausgeübt habe (schluck)
    jedoch habe ich ca. 2015 eine Künstlerseite eröffnet und habe nicht schlecht gestaunt wieviele Leute bereits meine Abonennten sind.
    Mittlerweile habe ich den Wunsch – „ein eigenes Kinderbuch“ – wieder aus meinem Herzen geholt und möchte dies gerne Umsetzen. Vorher habe ich mich nie getraut, allein weil ich mich nie so richtig mit der Materie beschäftigt habe (und es leider auch viele Menschen gibt für die wir Künstler „brotlose Verdiener“ sind)
    Doch je mehr ich mich damit beschäftige desto mehr schreit mein Herz danach.

    Vielleicht hast du ja einmal Lust, deine Erfahrungen zu teilen wie du z.B Werbung gemacht hast? Führst du alles in Eigenregie oder bist du bei einem Verlag tätig?
    Das alles sind sehr Interessante Dinge und bei jedem ist es natürlich Unterschiedlich 🙂

    Vielen Dank an dich (habe deine Seite gleich einmal in meine Favoriten aufgenommen)

    allerliebste Grüße

    Sabine ♥

    1. Comment author Johanna,

      Hallo Sabine,

      jaaaa, diese Kinderbücher 😀
      Es macht wirklich Spaß und ist toll, wenn man das eigene in den Händen hält oder sogar den eigenen Kindern vorlesen kann. Meine fiebern schon immer auf das nächste Buch mit. Hehe.
      Wenn es in dir so danach ruft, dann mal ran!

      Werbung mache ich heute „nur“ noch über Social Media Kanäle. Damals hab ich Verlagen mein Portfolio geschickt (so funktioniert es auch heute noch) und mich auf der Frankfurter Buchmesse mit der Mappe vorgestellt.
      Angestellt ist bei einem Verlag wohl kein einziger Illustratorin. Wir sind alle Freiberufler und arbeiten dann mit den Verlagen Projektweise zusammen auf Rechnung.
      Wichtig ist auch die eigene Website, auf die man potentielle Kunden (und Google) lenken kann.

      Liebe Grüße und juhuu, dass Facebook uns zusammen gebracht hat,
      Johanna :*

  4. Krümel,

    Hallo Johanna,
    Zuerst möchte ich ein fettes Lob an diesen Beitrag aussprechen. Es motiviert, informiert. Und ich werde auf jedenfall mal die genannten Ratschläge in Erwägung ziehen.
    Da ich noch ganz am anfang des Illustrationsberufs stehe, hab ich natürlich nicht gaaanz so viel Erfahrung, würde aber zumindest gerne meine Hochschulerfahrungen teilen 🙂

    Allerdings muss ich ein kurzes Statement zu deiner Studienliste geben:
    Ja, die WAM bietet Illustration an. Für Leute, die absolut keinen Plan haben, wo sie hinwollen ist das optimal. Grundsätzlich würde ich die WAM aus Erfahrung herraus einfach nicht weiterempfehlen.
    Das Ding ist jetzt nicht, dass sie zwingend schlecht ist. Wie schon gesagt, für Leute ohne Plan ist es echt optimal. Allerdings wird dir dort nichts anderes beigebracht als an einer staatlichen Uni auch.
    Der Vorteil ist natürlich, dass man Fächerübergreifend unterrichtet wird. So werden z.b die Mediengestalter und die Illus zusammengeworfen. Oder Kulturmanagment mit Illustration. Das kommt daher ,dass die Illus gefühlt die kleinste Studierendengruppe an der Schule ist. Das hat natürlich den Vorteil das man dort viele Kontakte knüpfen kann, die vielleicht später, in Zukunft, ein riesen vorteil haben.
    Was mich an der Uni jedoch sehr stutzig machte..Es gab nur ein „Vorstellungsgespräch“ aber keine Eignungsprüfung.
    Ich weiß nicht , wie das in den anderen Bundesländern gehandhabt wird, aber bei uns in NRW kommst du um so eine Eignungsprüfung normal nicht drum herum.
    Wie praxisnahe ist das ganze?
    Im Gegensatz zu den anderen Kursen die dort angeboten werden sind die Illus die, die am wenigsten von dieser beworbenen Praxisnähe angeboten bekommen. Die Dozenten sind zwar selbst Illustratoren, aus dem Zeichnen unterricht habe ich auch sehr viel mitgenommen , was mir jetzt in meinem zukünftigen Werdegang hilft. Das wars aber auch schon, denn die „großen Kunden“ gibts nicht. (und auch die Illus aus den höheren Semester bestägten dies nochmal).

    Auch wenn man beschließt, die Uni zu wechseln, wird das äußerst schwierig, denn die Jahre der WAM werden dir beim Studienwechsel NICHT angerechnet!

    Mit der Erfahrung , die ich dort sammelte, würde ich die WAM nicht weiterempfehlen.

    Ansonsten, welche Uni auch Illustration anbietet ist die FH Münster und die TH Köln (was mehr für die Illustratoren ist, die in sich in die Richtung Concept Art für Videospiele bewegen wollen.) .
    An der FH Münster ist es so, dass man in den ersten 2 Fachsemestern eine Art Grundlagen Theorie hat, damit auch Quereinsteiger auf ein Level gebracht werden. Ab dem 3. Semester fängt es dann an, schwerpunkt spezifisch zu werden. (ich empfehle da einfach mal ins Modulhandbuch zu schauen, bevor man sich für eine Einschreibung entscheidet.

    An der TH Köln ist es so, dass man im Bereich Game Design ebenfalls seine Schwerpunkte hat. Game Engineering oder für die, die in den Bereich Concept Art und Game illustration rein wollen „Game Arts!“ . Das ist auch, soweit ich weiß, die einzige Schule in Deutschland die diesen Bereich als Studiengang anbietet. Hätte ich nicht die Aufnahme verpasst, hätte ich mich dort auf jedenfall beworben. Nah , okay. Wirds doch die FH Münster 😀

    Und was ich evt. auch noch empfehlen kann ist Literatur. Undzwar Zeichnen als Beruf von Kristina Gehrmann! 🙂

  5. Anne,

    Hallo Johanna 🙂
    danke für dein neues Video! Ich bin seit ein paar Monaten aus dem Medienkommunikationsmasterstudium raus und dachte mir, ich versuche es einfach erstmal mit meinem Wunschberuf Illustrator (und Texterin und Grafikdesign haha). Das Studium hat mir, auch wenn es breiter aufgestellt ist, viele wichtige Infos zu visueller Gestaltung mitgegeben, aber auch zu BWL, Marketing, Schreiben … und nebenbei viele praktische Erfahrungen in Projekten und Nebenjobs. Deshalb bin ich auf jeden Fall dankbar dafür und froh, dass die Zeit da auch für sich selbst gewirkt hat, weil ich mich kurz nach dem Abi absolut nicht bereit gefühlt hätte. 😉
    Liebe Grüße und viel Erfolg dir weiterhin!
    Anne

    1. Comment author Johanna,

      Das klingt super Anne. So soll es sein bei einem Studiengang. BWL klingt sehr gut. Ich glaube BWL und Illustration… das wäre überhaupt eine gute Mischung. Vielleicht sollte man noch Recht dazu nehmen 😉
      Dir auch ganz doll viel Erfolg!
      LG

  6. Heike,

    Hi Johanna,
    vielen Dank für deinen tollen Beitrag 🙂 Ich bin 52 – fast 53 😉 und mache gerade ein 6-monatiges Praktikum im Rahmen meiner Umschulung als Mediengestalterin. Während der Umschulung bin ich durch mehr tiefen als Höhen gegangen. So z. B. auch im Praktikum. Mir wurde gesagt, dass ich meiner Kreativität freien Lauf lassen darf. Die Realität sieht anders – leider ziemlich ernüchternd aus.
    Ich darf einzig die mehr als wagen Vorstellungen des Chefs umsetzen. Und wenn die Vorstellung nicht genau getroffen wurde, wird das Ergebnis zerissen … Das macht mehr Stress als Freude, wie man sich sicher gut vorstellen kann 😉

    Auch die Schule ist nicht so wirklich das, was uns auf ein Berufsleben in der Medienbranche vorbereiten kann. Aber ich möchte die Erfahrungen auf keinen Fall missen. Hatte ich bis vor kurzem noch echt Bammel vor der IHK-Prüfung (weil Angst zu Versagen – die Durchfallquote ist erschreckend hoch!!) ist das mit meiner Entscheidung mir ein solides Standbein mit meinem (neuen) Blog aufzubauen nicht mehr so fürchterlich. Natürlich möchte ich bestehen … keine Frage 😉 … aber sollte ich es nicht schaffen, ist das auch kein Beinbruch.

    Ich habe vor 26 Jahren angefangen mir das Zeichen , Malen und Airbrushen selber beizubringen. In den 90ern kam der PC dazu und auch da habe ich mich autodidaktisch reingekniet – inklusive Grafik- und Bildbearbeitungsprogramme. Das ist eine Menge Erfahrung, auf die ich da zurückblicken und aufbauen kann. Auch ohne Studium 😉

  7. Christina,

    Heyho,
    ich bin 42, habe vor fast zwei Jahren angefangen, Kunst zu studieren. Und nachdem ich auch von meiner Studienleitung ermuntert wurde, spiele ich momentan mit dem Gedanken, in die Richtung Illustration zu gehen.
    Johanna, du mir dabei wirklich eine Riesenhilfe! Danke dafür :-*

    Liebe Grüße,
    Christina

  8. Outi Kaden,

    Hi, ich bin 50 und arbeite seit fast 15 Jahren als Illustratorin. Aber ich habe nicht studiert, sondern eine kaufmännische Ausbildung gemacht. Auf Wunsch (Druck?) meiner Eltern: „Kunst? Aber das ist doch so brotlos…“
    Nun arbeite ich doch in meinem Wunschberuf, also: Ende gut – alles gut und die kaufmännische Ausbildung kommt mir so manches mal auch zu Gute.
    LG Outi

  9. Diana Laube,

    Ja und Nein liebe Johanna, da wäre ich nicht so pauschal! Du hast vollkommen recht, Marketing, Sozial Media, Personal Branding wurden mir leider auch nicht beigebracht im Studium. Aber ich glaube, da hat sich inzwischen einiges getan! Jedenfalls sehe ich manchmal etwas erschrocken wie sich ganz junge Kollegen schon während des Studium perfekt präsentieren und positionieren. Gut, vielleicht haben die sich das auch ergoogelt 😉
    Gewiss kann auch ein Autodidakt zu einem erfolgreichem Illustrator werden und es kann total bereichernd sein schon etwas anderes gelernt oder studiert zu haben, damit eröffnen sich ganz eigene Nischen. Aber es ist auch gut etwas von der Pike auf gelernt zu haben! Und zu einem Portfolio das rockt kommt man, zwar durch eine Prise Talent, aber dies will oft erstmal in die rechten Bahnen gelenkt und entwickelt werden, dafür bedarf es ehrlicher Kritik vom Fach und guter Vorbilder. Letztere beide Dinge würde ich aus meinem Studium nicht missen wollen. Ich habe noch ewig lang auf Dipl. studiert, son Bachelor ist ja nu schnell gemacht ;o) Liebe Grüße, Diana

  10. Nicole,

    Hallo Johanna,

    ich habe zwei Berufe gelernt und bin Einzelhandelskauffrau und Mediengestalterin im Bereich Print. Aus psychischen Gründen habe ich mich nach der Mediengestalter Ausbildung dazu entschieden wieder in den Verkauf zu gehen, da ich das Gefühl hatte den Anforderungen nicht gerecht zu werden.
    Doch im Verkauf ist die Situation im Moment auch nicht so rosig und nach einem Burnout bin ich jetzt auf der Suche nach einem neuen Ziel für mich.
    Ich stehe gerade ganz am Anfang des Illustrator Daseins und kümmere mich gerade um mein Portfolio, damit ich im Oktober in Frankfurt was schönes zeigen kann.
    Ich bin froh auf deine Seite gestoßen zu sein, die hilft mir schon viel. 🙂

    Grüße
    Nicole

  11. Tanja,

    Guten Morgen Johanna,
    toller Beitrag – vielen Dank dafür! Er hat mich bestärkt meinen Traum – Illustratorin – weiter zu verfolgen.

    Studiert habe ich Wirtschaftskommunikation an der HTW in Berlin und bin seit 5 Jahren freiberuflich im Verlagswesen unterwegs. Allerdings nicht wirklich kreativ – hier pflege ich die Backendsysteme, stelle Artikel online und dazugehörige bearbeite Grafiken.

    Dabei bleibt aber zum Glück genügend Zeit, mein Hobby auszubauen. In der 365-Tage-Doodle-Challenge, die übrigens richtig Klasse ist und megamäßig Spaß macht, versuche ich grad meine Fähigkeiten auszubauen und auch ein wenig herumzuexperimentieren. Für dieses Jahr steht daher noch keine Illustratorenkarriere bei mir auf dem Plan, sondern eher Aufbau eines Portfolios, Homepage- und Netzwerkaufbau. Step by Step 🙂

    Liebe Grüße

    Tanja

    P.S. Hinter dem Bild zur Checkliste scheint der Link zu fehlen – zumindest passiert bei mir nix, wenn ich drauf klicke.

  12. Beatrice,

    Hi Johanna

    ich hab mal ein Fernstudium für Werbegrafik und Design begonnen. Leider nicht zu Ende gebracht, wegen Selbständigkeit und Auslastung. Mein Denken, wie von dir angesprochen: es braucht in Deutschland ein Diplom oder irgendeinen Nachweis um bestehen zu können. Ich hab mich eben mächtig gefreut, als ich den Titel deines Dienstagslernens gelesen habe (und die Antwort) Yeah! Diese Frage stelle ich mir wirklich schon so lange.
    Ich merke gerade jetzt wieder, wie viel Spaß mir das Zeichnen macht und ich mich jetzt – dank dir – wieder mehr damit beschäftige. Kurzum: ich bin totaler Quereinsteiger – ich komme aus dem Kindergartenbereich und habe mich vor hundert Jahren in die Selbständigkeit gewagt. Nicht als Illustratorin, aber ich brauche natürlich auch diese Seite bei meiner Arbeit. D.h. ich bin reiner Autodidakt, liebe aber das was ich mache, das Internet, die Möglichkeiten usw.. und bin 55 😉
    ach ja.. ich kann eines absolut bestätigen: raus gehen, raus gehen, raus gehen. Das ist unheimlich wichtig für Aufträge.

    Liebe Grüße
    Beatrice

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